Steine mit verschiedenen Motiven sollen demnächst anstelle der blauen Leuchten eingefasst werden. Steinmetz Martin Tosonowski hat bereits einen Vorschlag erarbeitet. Foto: Harm Steine mit verschiedenen Motiven sollen demnächst anstelle der blauen Leuchten eingefasst werden. Steinmetz Martin Tosonowski hat bereits einen Vorschlag erarbeitet. Foto: Harm
Beirat

Das blaue Band in Vegesack ist bald Geschichte

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Hohe Reparaturkosten und viele Ausfälle – das blaue Band in Vegesack ist unlängst von einer hübschen zu einer teuren Idee geworden. Bald schon könnte auch dem letzten leuchtenden Stein das Licht ausgemacht werden.

Seit dem Jahr 2003 beschäftigt sich der Beirat Vegesack immer wieder mit dem blauen Band. Das sich schlingende steinerne Werk mit blauen Leuchten zieht sich einmal durch die Fußgängerzone und ist vor allem zweierlei: sehr teuer und teilweise kaputt.

Auf seiner jüngsten Sitzung des Beirats war das blaue Band erneut Thema. Guido Zech vom Wirtschaftsressort und der Architekt Jürgen Opielka von der Wirtschaftsförderung Bremen präsentierten verschiedene Optionen.

„Wir wollen hohe laufende Kosten verhindern“, sagte Zech. Würde das Leuchtsystem in seinem bisherigen Ausmaß erhalten bleiben, betrügen die Unterhaltungskosten 34.550 Euro im Jahr.

Gestein mit verschiedenen Motiven ziert bald Fußgängerzone

Das Ressort befürwortet daher eine andere Variante: Den kompletten Rückbau des blauen Bandes, wobei die Fassaden- und Baumstrahler erhalten bleiben. Die jährlichen Kosten würden auf 4.000 Euro sinken. Hinzu kommen einmalige Mittel für den Umbau.

Der Sprecheraussschuss sprach sich schon im Vorhinein dafür aus, Ersatzsteine einzusetzen. Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt recherchierte und wurde bei dem ortsansässigen Steinmetz Martin Tosonowski fündig.

Dieser ging gleich ans Werk und stellte einen ersten Entwurf vor: Ein Hartgestein, das ein Segelboot ziert. Geht es nach seiner Idee sollen die Steine unterschiedlich gefärbt sein. „Es soll eine Entdeckung werden“, so Tosonowski.

Kinder können Gestaltungsvorschläge einbringen

Auch für die Finanzierung gab es bei der Sitzung erste Ideen: Zum einen wird der Beirat das Vorhaben mit Globalmitteln unterstützen, zum anderen werden in der Fußgängerzone ansässige Kaufleute sowie weitere Interessierte ermuntert, sich zu beteiligen. Mit Schliff würde ein Stein etwa um die 80 Euro kosten.

Und damit hört die Beteiligung noch nicht auf: In dem einstimmigen Beiratsbeschluss heißt es, dass Schulklassen und Kindergärten sich mit Gestaltungsvorschlägen einbringen können.

Die Umsetzung wird nun vom Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Kultur und Wirtschaft in Zusammenarbeit mit Tosonowski, dem Amt für Straßen und Verkehr und dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen abschließend geregelt. Zudem wird das Projekt vom  Förderverein Stadtgarten Vegesack federführend begleitet.

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