Joachim Kohlhoff (links) und Dr. Johannes Schnepel-Boomgaarden: Wahlhelfer. Foto: Schlie Joachim Kohlhoff (links) und Dr. Johannes Schnepel-Boomgaarden freuen sich schon auf ihren Einsatz als Wahlhelfer bei der Bundestagswahl. Foto: Schlie
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Wahlhelfer gesucht: Im Dienst der Demokratie

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Einfach nur ihre Kreuze zu machen ist Dr. Johannes Schnepel-Boomgaarden und Joachim Kohlhoff zu wenig. Die beiden sind Wahlhelfer aus Leidenschaft und werben um Nachahmer.

3.200 Helferinnen und Helfer benötigt Kreiswahlleiterin Carola Janssen zur Durchführung der Bundestagswahl am 24. September in Bremen. Zwar kann sie auf einen Stamm von erfahrenen Kräften zählen, doch der reicht nicht aus, um alle Wahllokale zu besetzen.

Deshalb sucht das Wahlamt weitere Freiwillige, die sich für den Wahlsonntag in den Dienst der Demokratie stellen. Dr. Johannes Schnepel-Boomgaarden und Joachim Kohlhoff freuen sich schon auf den Termin.

„Wer Demokratie will, muss sie selber leben“

Seit vielen Jahren sind sie bei Wahlen im Gemeindehaus der Martin-Luther-Gemeinde in Findorff im Einsatz. „Wir sehen das als Nachbarschaftsevent an“, sagt Schnepel-Boomgaarden. Sein Tipp für Interessenten, die noch unschlüssig sind, ob sie sich als Wahlhelfer zur Verfügung stellen sollen: „Sucht euch Leute, mit denen ihr das gerne macht.“

Auch Jürgen Broszeit will dann wieder mit von der Partie sein. Er hat nach längerer Pause bei der vergangenen Bürgerschaftswahl geholfen, die Stimmen auszuzählen. „Wer Demokratie will, muss sie selber leben“, meint er.

Zwischen 35 und 45 Euro 

Um sich als Wahlhelfer bewerben zu können, muss man mindestens 18 Jahre alt sein, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und im Land Bremen wohnen. Einsatzwünsche, zum Beispiel in einem bestimmten Wahllokal, werden berücksichtigt.

Das Amt achtet darauf, dass Neulinge immer mit erfahrenen Kräften zusammenarbeiten. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Noch am Wahltag erhalten die Wahlhelfer für ihre Tätigkeit ein Erfrischungsgeld: 45 Euro für Wahlvorsteher, 35 Euro für die anderen.

Manchmal müssen die beiden eingreifen

Schnepel-Boomgarden bereitet sein Wahllokal schon immer am Samstagabend vor. Schlechte Erlebnisse hat er in all den Jahren nicht gehabt. Nur einmal ist etwas schief gelaufen: Da ist ein Wähler mit dem Stimmzettel abgehauen, folglich fehlte er in der Urne.

Aber auch das habe man regeln können, sagt er. Schließlich steht in Notfällen das Wahlamt telefonisch zur Seite. „Manchmal müssen wir auch das Frauen-Wahlrecht durchsetzen“, erzählt Kohlhoff mit einem Schmunzeln.

Manche Männer wollten ihren Frauen offenbar „helfen“. „Wenn wir mehr als zwei Beine in einer Wahlkabine sehen, dann greifen wir ein.“

Interessenten melden sich vorzugsweise per E-Mail, aber auch telefonisch oder per Post beim Statistischen Landesamt Bremen, Wahlamt, An der Weide 14-16, 28195 Bremen, Telefon: 36 18 88 98, E-Mail: wahlhelfer@statistik.bremen.de

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