Die Außenflächen am Horthaus Grohn verändern bald ihr Gesicht. Foto: Spier Die Außenflächen am Horthaus Grohn verändern bald ihr Gesicht. Foto: Spier
Beirat Vegesack

Erste Ideen für die Grohner Oase vorgestellt

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Für 1,1 Millionen Euro soll die Außenfläche am Horthaus Grohn umgestaltet werden. Die beteiligten Akteure stellten dem Beirat Vegesack die Pläne vor, die Kommunalpolitiker hatten noch einige Bedenken.

Ein Teil des integrierten Entwicklungskonzeptes Grohn ist die Neugestaltung der Grünanlage an der Friedrich-Klippert-Straße mit dem Namen Grohner Oase. Das Besondere: Das Areal ist unter drei Bedarfsträgern aufgeteilt und die müssen sich erstmal einigen.

Die ersten Leitgedanken stellten im Beirat Vegesack jüngst Vertreter des Umwelt- und Bauressorts, des Planungsbüros „Naturspielraum“ und der Umweltbetriebe Bremen vor, unter dessen Federführung das Projekt läuft.

Durch Sichtachsen soll Gelände besser einsehbar sein

Entstehen soll ein Erlebnisraum für Gruppen verschiedensten Alters. Im Zentrum stehen die Kinder des Kinder- und Familienzentrums Grohn. So ist geplant, am Ballspielfeld eine Tribüne zu errichten, eine Fahrradroute zu etablieren und ein Wasserspiel zu installieren. Die Planer wollen auch einen Schaukel- und Klettergarten unterbringen.

Auch die Zuwegung innerhalb und zur „Grohner Oase“ soll neben dem Eingangsbereich verbessert werden. Und das Areal durch verschiedene Sichtachsen besser einsehbar sein. „Die Oase soll nicht mehr als Hindernis, sondern als Raum mit vielen Zuwegungen wahrgenommen werden“, sagte Tanja Piening von den Umweltbetrieben Bremen.

Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen. Finanziert wird das Vorhaben aus verschiedenen Städte­bauförderungsprogrammen.

Wie wird Grünpflege in der Grohner Oase sichergestellt?

Einige Beiratsmitglieder äußerten ihre Bedenken gegenüber dem Vorhaben. Während Cord Degenhardt (Bürger in Wut) monierte, dass es dringendere Projekte gibt, in die das Volumen von 1,1 Millionen Euro investiert werden sollte, fragte sich Torsten Bullmahn (CDU) wie nach der Fertigstellung die Grünpflege sichergestellt und Vandalismus verhindert werden.

Thomas Pörschke (Grüne) sprach sich dafür aus, die Oase nicht als einzelnen Baustein zu betrachten, sondern auch die Anbindung zum Haven Höövt und zur Schönebecker Aue zu berücksichtigen. Joachim Riebau (SPD) gab zu Bedenken, dass auch die Friedrich-Klippert-Straße in die Planungen einbezogen werden sollte. Schließlich überqueren Kinder die breite Straße, die eine Gefahr darstelle.

„Das Areal ist ein Juwel in einer Betonwüste“

Piening merkte an, dass das Volumen von 1,1 Millionen Euro zwar hoch erscheine, aber viele Kinder das Gelände nutzten. Für die Pflege stehen unter anderem Gelder vom Amt für soziale Dienste und der Kita zur Verfügung. Zudem hätten die Kinder eine Hort-Müll-Polizei ins Leben gerufen und achten auf ihre Geräte, sagte Diana von Rudkowski, Leiterin des Zentrums.

Zum Thema Vandalismus äußerte sich Michael Kinder vom Planungsbüro: „Unsere eigene Erfahrung zeigt, dass es nur ganz wenige Vandalismusfälle gibt. Das Areal ist ein Juwel in einer Betonwüste und muss erhalten bleiben.“

Der Beirat nahm in seinen Beschluss die Bedenken der Beiratsmitglieder auf und sprach sich dafür aus, dass ihm die weitere Entwurfsplanung vorzulegen ist.

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