Kreislandwirt Stephan Warnken (r.) im Gespräch mit Frank Witte vom Grasberger Spezialisten für Stroh und Strohmehl, Cordes-Grasberg. Foto: Möller Kreislandwirt Stephan Warnken (r.) im Gespräch mit Frank Witte vom Grasberger Spezialisten für Stroh und Strohmehl, Cordes-Grasberg. Foto: Möller
Tarmstedt

Situation der Landwirtschaft hat sich stabilisiert

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Bei der Tarmstedter Ausstellung dreht sich bis einschließlich Montag alles um Landwirtschaft, Tierzucht und erneuerbare Energien. Angebote für Haus, Garten und Freizeit ergänzen das Messeprogramm.

Die Marktsituation für die Landwirtschaft habe sich stabilisiert, zeigt sich der Osterholzer Kreislandwirt Stephan Warnken zufrieden. „Die vergangenen zwei Jahre haben aber große Löcher gerissen“, so Warnken im Gespräch mit unserer Zeitung. Manch wichtige Reparatur sei liegengeblieben und Ersatzinvestitionen wurden zum Teil aufgeschoben. Die Tarmstedter Ausstellung sei für ihn und seine Berufskollegen eine wichtige Messe, man würde sich aus erster Hand über Entwicklungsneuheiten informieren können.

Das hört Julian Wohltmann von Wohltmann Landtechnik aus Vollersode gerne. „Wir kommen jedes Jahr gerne nach Tarmstedt, Gespräche mit unseren Kunden stehen im Vordergrund“. Ein Traktor würde wohl nicht gleich verkauft werden, aber bei Rasenmähern oder Hofladern passiere schon der eine oder andere Verkauf. Der Vorteil für die Besucher der Messe liege eindeutig in den großen Vergleichsmöglichkeiten der unterschiedlichen Anbieter.

Kundengespräche stehen im Vordergrund

Kundengespräche stehen auch für Frank Witte im Vordergrund. Am Stand von Cordes-Grasberg wird über Stroheinstreu gefachsimpelt. „Da haben die Kunden ganz andere Möglichkeiten, sich zu informieren, als bei einem Telefonat.

„Auf der 69. Tarmstedter Ausstellung zeigen wir, was der ländliche Raum zu bieten hat. Die Aussteller nehmen Trends auf, damit sich die Verbraucher informieren können“, sagt Messe-Chef Dirk Gieschen. „Die Chancen des Wandels“ – unter diesem Motto beweist die Tarmstedter Ausstellung auch in ihrer 69. Auflage, wie der Spagat zwischen bewährten Traditionen und neuen Trends gelingen kann.

Erneuerbare Energien stärker fördern

Das unterstrich auch die Festrednerin der Eröffnungsveranstaltung am Freitagvormittag. Die Ökonomin Professor Dr. Claudia Kemfert kritisierte das Vorgehen der Bundesregierung, die den Ausbau der erneuerbaren-Energien mit der jüngsten Reform nahezu gestoppt habe: „Wer klug ist, erschließt sich diese Zukunftsmärkte“, so Kemfert. Mittelständler, Stadtwerke und engagierte Bürger würden dort allesamt mehr unternehmerischen Mut und Geschäftssinn als „die großen Konzerne der alten Energiewelt“ zeigen. „Doch statt diesen Pioniergeist zu fördern und zu stärken, kommt aus der Politik nur heiße Luft“, kritisierte Kemfert, die Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen ist und die Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung leitet.

Carmen Hanken, die Witwe des 2016 verstorbenen Publikumslieblings Tamme Hanken stellt ihren „Jumper“-Sohn „JR“ vor. Foto: Duwe

Carmen Hanken, die Witwe des 2016 verstorbenen Publikumslieblings Tamme Hanken stellt ihren „Jumper“-Sohn „JR“ vor. Foto: Duwe

Auf 18 Hektar Fläche werden noch bis Montag mehr als 750 Aussteller Ausschnitte aus ihrer Leistungspalette zeigen. Präsentiert werden nicht alleine Messeneuheiten aus den Bereichen Landtechnik und Stallausrüstungen, die Veranstaltung bietet auch beeindruckende Tierschauen sowie ein umfassendes Angebot für Haus, Garten, Freizeit und Genuss.

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