Mit dem Projekt „Angeschlossen!“ möchte die Polizei die Fahrradfahrer dazu animieren, sichere Schlösser zu verwenden. Foto: pv Mit dem Projekt „Angeschlossen!“ möchte die Polizei die Fahrradfahrer dazu animieren, sichere Schlösser zu verwenden. Foto: pv
Prävention

Gegen Diebstahl: Mehr Sicherheit für den Drahtesel

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Der Radfahrer fährt, der Fahrraddieb klaut dem Radfahrer das Rad – also, wenn der das irgendwo abstellt. Das passiert immer wieder. Mit einem Projekt will die Polizei den Dieben das Leben zumindest etwas schwerer machen.

Mit Beginn der Fahrradsaison im Frühling musste die Polizei Bremen wieder vermehrt Fahrraddiebstähle registrieren. Mit dem Projekt „Angeschlossen!“ möchte die Polizei die Fahrradfahrer animieren, sichere Schlösser zu verwenden und ein Wegtragen der Räder und damit einen Abtransport in Lieferwagen zu verhindern.

„Insbesondere Lieferwagen aus Osteuropa transportieren oftmals gestohlene Fahrräder. Hin und wieder erreichen uns Hinweise von aufmerksamen Bürgern, die beobachten, wie in Straßenzügen mehrere Fahrräder ‘geknackt‘ und eingeladen werden. Diese Hinweise führen dann auch mal zu Fahndungserfolgen“, berichtet Werner Klein, Leiter der EG 24 – Ermittlungsgruppe Fahrrad und stellvertretender Revierleiter am Revier Hemelingen.

Aktionsräder in Sebaldsbrück und Borgfeld

Bei der Präventionsaktion wird ein auffälliges Fahrrad dabei an von Radfahrern stark frequentierten Orten oder an Diebstahlsbrennpunkten vorbildlich sicher angeschlossen. Ein rotes Bügelschloss und ein am Rahmen angebrachtes Hinweisschild „Angeschlossen!“ sollen das richtige Anschließen eines Rades visualisieren.

Durch die Aktion soll ein deutliches Zeichen zur Diebstahlprävention gesetzt werden. Die Fahrradfahrer sollen zur Verwendung von sicheren Schlössern und richtigem Anschließen ihrer Räder angehalten werden. Aktuell stehen die Aktionsräder am Sebaldsbrücker Bahnhof und an der Borgfelder Heerstraße.

„Nachdem 2004 ein Höchststand von mehr als 9.000 Fahrrad-Diebstahlsanzeigen plus Dunkelziffer bestand, wurden durch präventive und repressive Maßnahmen der Polizei Bremen die Fallzahlen kontinuierlich gesenkt“, erklärt Klein.

Bügel- und Kabelschlösser oder Panzerkabel

Außerdem rät die Polizei: „Schließen Sie Ihr Fahrrad nicht nur ab, sondern auch an festen Gegenständen an. Das gilt auch für Keller, Garagen und in anderen verschlossenen Räumen. Verwenden Sie dazu mit dem Gütesiegel ‚VDS’ (Vertrauen durch Sicherheit) zertifizierte stabile Bügel- und Kabelschlösser oder Panzerkabel.“ Ferner sollten dunkle und abgelegene Abstellbereiche gemieden werden. Ein Fahrradpass sollte angelegt und das Rad bei der Polizei registriert werden.

Die Polizei könne bei einer Überprüfung in wenigen Minuten feststellen, ob der oder die Kontrollierte das Fahrrad rechtmäßig nutze. Registrierte Fahrräder seien daher für Diebe eher uninteressant, weil ein Diebstahl leicht nachgewiesen werden könne.

Weitere Tipps und Präventionshinweise rund ums Fahrrad gibt es im Netz.

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