Hat ebenfalls an der Gedenkveranstaltung auf dem Osterholzer Friedhof teilgenommen: Christian Weber, Präsident der Bremischen Bürgerschaft. Foto: Barth Hat ebenfalls an der Gedenkveranstaltung auf dem Osterholzer Friedhof teilgenommen: Christian Weber, Präsident der Bremischen Bürgerschaft. Foto: Barth
Jugendbegegnung

Völkerverständigung und interkulturelle Kontakte

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Zeitzeugengespräch, Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof, Besuch des Bunkers Valentin – alles Programmpunkte eines internationalen Workcamps in Bremen. Das Ziel hinter der Jugendbegegnung: Völkerverständigung.

Der Landesverband Bremen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat in Bremen wieder ein internationales Workcamp zur Pflege von Kriegsgräber- und Gedenkstätten veranstaltet.

30 Jugendliche und junge Erwachsene aus Bulgarien, Deutschland, Italien, Lettland, Polen, Rumänien, Russland, der Türkei, Ungarn und der Ukraine haben daran teilgenommen.

Die Jugendlichen haben sich auch in diesem Jahr der Pflege der verschiedenen Kriegsgräber- und Gedenkstätten auf dem Osterholzer Friedhof in Bremen gewidmet. Auf dem Programm standen ebenfalls ein Besuch im Bunker Valentin sowie im Auswandererhaus.

Verständnis für einander entwickeln

Außerdem hat die internationale Gruppe an einem Zeitzeugengespräch mit dem 95-jährigen Heinrich Germer, der als 19-jähriger Rekrut inmitten des Feldzuges gegen die Sowjetunion war, teilgenommen.

„Ziel der Workcamps und Jugendbegegnungen sind immer Völkerverständigung und interkulturelle Kontakte. Es geht darum, für politische und historische Themen Sensibilität zu schaffen. Das Gedenken steht im Mittelpunkt“, erklärt Anke Büttgen, Bildungsreferentin beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Landesverband Bremen und ergänzt: „Jugendbegegnungen müssen in dieser Form stattfinden. Das zeigt die derzeitige politische Lage auf der Welt. Gerade jetzt ist es wichtig, ein Verständnis für einander zu entwickeln, damit es nicht noch einmal zu Ereignissen wie dem Zweiten Weltkrieg kommt.“

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