„Von der Idee bis zum Ende ist der Film Teil des gemeinsamen Lebens“, sagt Meinhard Jantz-Kondering (links) über die Film-Projekte seiner Frau Agnes Kondering (rechts) Foto: Harm „Von der Idee bis zum Ende ist der Film Teil des gemeinsamen Lebens“, sagt Meinhard Jantz-Kondering (links) über die Film-Projekte seiner Frau Agnes Kondering (rechts). Foto: Harm
Premiere

Bremen-Norderin zeigt Film über Flüchtlingsarbeit

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Agnes Kondering dreht in ihrer Freizeit Filme. Angetrieben wird sei dabei von Fragen, die sie bewegen. Nun feiert ihr neuester Film Premiere. Darin thematisiert Kondering die Arbeit der Willkommensinitiativen.

Es ist ihr sechster Film. Fast zwei Jahre saß Agnes Kondering daran, hat in Vegesack, Grohn und Lesum gedreht, Gespräche geführt, geschnitten, verbessert. Der Film mit dem Titel „Du tust es einfach“ ist ihr erstes politisches Werk, sagt Kondering. 2015 trieb sie das Flüchtlingsthema um. Viele Menschen kamen nach Deutschland, Kondering wollte über sie und die Ehrenamtlichen berichten und zeigen, was engagierte Menschen in Bremen-Nord leisten.

Dafür sprach sie mit Ehrenamtlichen aus den Willkommensinitiativen Vegesack und Lesum sowie mit den Flüchtlingen, die von den Initiativen unterstützt werden. Entstanden sind ganz persönliche Einblicke und Aussagen.

„Das ist auch das Besondere an der Technik meiner Frau“, sagt Meinhard Jantz-Kondering, der Ehemann von Agnes Kondering. „Sie hat keinen Tonmann, benutzt kein Stativ, sie sitzt ihrem Interviewpartner gegenüber und schafft ein Vertrauensverhältnis.“

Agnes Kondering filmt seit ihrem Ruhestand

Jantz-Kondering unterstützt seine Frau bei ihrer Leidenschaft. Er kümmert sich um das Design für das Cover sowie die Plakate und macht auch die Werbung. „Es ist eine gemeinsame Arbeit, ich schaue mir auch im Entstehungsprozess Teile des Films mit an, aber die Entscheidungen trifft meine Frau“, sagt Jantz-Kondering.

„Die positive Einstellung der Menschen und ihr Engagement haben mich sehr beeindruckt“, sagt Kondering über die Erkenntnisse aus ihrem Amateurfilm. Es seien lehrreiche und intensive Begegnungen gewesen. Eine zusätzliche Ebene bekommt der Film durch Gespräche mit Fachleuten aus der Integrationsarbeit.

Zum Filmen ist Kondering mit ihrem Ruhestand gekommen. In Ihrem Job als Sonderschullehrerin ist Kondering gemeinsam mit ihrer Integrationsklasse mehrere Jahre von einem Filmemacher begleitet worden und erhielt so erste Berührungspunkte mit dem Thema.

Film feiert seine Premiere im Bürgerhaus

Mit ihrem Ruhestand 2008 intensivierte sie die Arbeit hinter der Kamera und begann erste Auftragsfilme zu produzieren, bis sie schließlich eigene Ideen umsetzte. Bei ihren Projekten geht Kondering immer ähnlich vor: Erst hat sie die Idee, dann sammelt sie vor Ort Material, sichtet dies und schreibt anschließend ein Drehbuch.

Der Film „Du tust es einfach“ feiert am Donnerstag, 14. September, um 19 Uhr, Premiere im Bürgerhaus, Kirchheide 49. Anschließend diskutieren Annelie Adam und Jochen Windheuser von den Willkommensinitiativen Vegesack und Lesum, Libuse Cerna vom Bremer Rat für Integration, Prof. Dr. Klaus Boehnke von der Jacobs Univeristy Bremen sowie Dr. Stefan Luft von der Uni Bremen.

Untermalt wird der Abend mit Musik von Youssef Wazir und dem Armäischen Chor Bremen sowie Bexi Becker und Olaf Kruse-Schilling mit der Band „ungefähr fünf“.
Der Eintritt beträgt 7 Euro im Vorverkauf und 9 Euro an der Abendkasse. Der Erlös geht an die Flüchtlingshilfe. Für Flüchtlinge, die die Premiere besuchen möchten, sponsern die beiden Willkoimmensinitiativen Freikarten.

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