Bremer demonstrieren unter dem Motto "Gegen den Rechtsruck in Deutschland". Foto: Beinke Bremer demonstrieren unter dem Motto "Gegen den Rechtsruck in Deutschland". Foto: Beinke
Demonstration

2.000 Bremer demonstrieren spontan vor AfD-Büro

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Bremer haben sich gestern spontan zu einer Demonstration gegen den Rechtsruck nach der Bundestagswahl versammelt. Viele haben durch soziale Medien über den angemeldeten Protest erfahren - der friedlich verlief.

Einen Tag nach den Bundestagswahlen, haben sich gestern Abend hunderte Bremer zu einer Demonstration mit dem Motto „Gegen den Rechtsruck in Deutschland“ versammelt. Die von der Partei Die Linke angemeldete Demo startete Am Brill und endete direkt vor dem Parteibüro der AfD in der Falkenstraße.

Dort schützte die Polizei mit Hilfe von Beamten und Fahrzeugen das Büro. Mit Transparenten, Plakaten und Parolen wie „Ganz Bremen hasst die AfD“, war der Protest weitgehend friedlich. So lautet auch die Einschätzung der Polizei kurz nach ihrem Einsatz. Sie bezifferte die Zahl der Demonstranten auf rund 1.700, während die Organisatoren sogar 4.000 Teilnehmer schätzten.

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Die Protestierenden waren zumeist junge Erwachsene, die teilweise sehr spontan durch soziale Medien wie WhatsApp, Facebook und Twitter von der Aktion gehört hatten.

Spontane Mobilisierung über soziale Medien

Der Direktkandidat der Partei die Linke Sebastian Rave hat den Protest über eine Facebook-Seite mitorganisiert und freut sich, dass sich viele Bremer angeschlossen haben. „Ich bin heute hier, weil ich geschockt vom Ergebnis der AfD bin. Aber jetzt geht es um mehr: Dass wir heute auch mal die sozialen Probleme thematisieren“, sagt Rave.

Auch andere Protestteilnehmer erzählten, warum sie dem Internet-Aufruf gefolgt sind: „Ich glaube wir sind hier, weil wir uns vorher nicht genug engagiert haben, oder? Wir dürfen nicht die Generation sein, die alte Fehler wiederholt“, sagt der 35-jährige Kim Diallo aus Woltmershausen. 

Nach Bundestagswahl: Proteste auch in anderen Städten

„Ich hab das im Internet gesehen und wollte dann einfach ein Zeichen setzen“, erklärt Protestteilnehmerin Anna Jansen.

Die Route der Demonstrierenden verlief über Am Brill, Obernstraße, Marktplatz, Domshof, Herdentor, Breitenweg, Bürgermeister-Smidt-Straße und Falkenstraße. Der Verkehr kam teilweise zum Stehen. Gegen 20 Uhr löste sich die Versammlung auf.

Auch in anderen Städten wie München, Berlin, Frankfurt und Leipzig demonstrierten Menschen nach der Bundestagswahl gegen den Rechtsruck.

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