Ole Markmann: Malerei mit tieferer Bedeutung -
Ole Markmann malt gerne in Serie. Diese abgebildeten Werke gehören allerdings verschiedenen Reihen an. Fotos: Konczak Ole Markmann malt gerne in Serie. Diese abgebildeten Werke gehören allerdings verschiedenen Reihen an. Foto: Konczak
Kultur-Reihe

Ole Markmann: Malerei mit tieferer Bedeutung

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Ole Markmann lebt seit 1974 in Delmenhorst. Seine Aktivitäten sind im technisch-handwerklichen und küstlerisch-gestalterischen Bereich angesiedelt. Gearbeitet hat er viele Jahre bei den Deutschen Linoleum Werken.

„Es ist mir zu wenig, einfach nur dekorativ zu malen. Meine Kunstwerke haben soziale und moralische Bezüge“, sagt Ole Markmann. Er fertigt sowohl Zeichnungen und Aquarelle, als auch Collagen und Gemälde. Seine Bilder versieht er häufig nicht nur mit einem Titel, sondern gibt dort kurze Erklärungen ab. „Das macht es für den Betrachter einfacher zu verstehen, was ich mit dem Werk aussagen will. Man kommt dann schneller in die Materie rein,“ ist Markmann überzeugt.

Doch bevor es auf der Leinwand rund geht, entwickelt der 73-Jährige immer zuerst ein Konzept. Bei der Ideenfindung lässt er sich beispielsweise von Themen inspirieren, über die er in der Zeitung gelesen hat oder von Fotografien. So gibt es eine Serie, zu der ihn alte Familienfotografien inspiriert haben. Genau wie diese, wirken auch die Kunstwerke verwaschen, geheimnisvoll, unvollständig. „Ich male nicht jedes Detail genau aus, deute häufig nur etwas an. Den Rest macht dann der Kopf. Außerdem gefällt mir das Mystische“, sagt Markmann.

Studien für spätere Acrylbilder. Foto: Konczak

Studien für spätere Acrylbilder. Foto: Konczak

Steht das Konzept folgen erste Skizzen, die der Künstler häufig in seinen PC überträgt, dort nacharbeitet und erst dann beginnt die Arbeit an der Staffelei. „Dann geht es schnell, denn ich arbeite schon mal an zwei oder drei Bildern gleichzeitig“, erklärt er.

Der Wahldelmenhorster wurde 1944 in Neustadt in Holstein geboren. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, sechs Enkel und einen Urenkel. Nach einer Lehre zum Dekorateur fuhr er zur See, ging zum Bund und studierte ab 1970 an der Fachhochschule für Gestaltung in Kiel Grafik-Design.

Nach dem abgeschlossenem Studium fing er 1974 als Diplom-Designer bei den Deutschen Linoleum Werken in Delmenhorst an. Bis Anfang der 1990er Jahre designte er Teppichböden und Badematten, später war er für das Design von Linoleum verantwortlich und kümmerte sich um Verfahrenstechniken.

„Obwohl ich vorrangig eine künstlerisch-gestalterische Ausbildung absolviert habe, war doch mein handwerklich geprägtes Elternhaus entscheidend für meine berufliche Laufbahn. Mein Vater war Tischler, mein Opa Landwirt“, erzählt Markmann und fügt hinzu: „Direkt neben der Werkstatt meines Vaters lag eine Werft, was wohl auch die Liebe zu Schiffen erklärt.“

Zu diesem Kunstwerk wurde Ole Markmann durch eine alte Familienfotografie inspiriert. Foto: Konczak

Zu diesem Kunstwerk wurde Ole Markmann durch eine alte Familienfotografie inspiriert. Foto: Konczak

Genau wie im Berufsleben zieht sich auch durch seine privaten Aktivitäten die Vielseitigkeit. Er malte zwar sein Leben lang, doch erst als er in Altersteilzeit ging und nachdem er eine Segeljacht entwickelt und gebaut hatte, wandte er sich wieder verstärkt dem künstlerischen Schaffen zu. Hierbei profitiert er von seinem Studium in Kiel, welches neben der grafischen Ausbildung auch freies Zeichnen, diverse Maltechniken und gestalterische Fotografie umfasste.

Eine Einzelausstellung hat Markmann noch nicht realisiert, aber er stellte schon mehrfach im Rahmen von Ausstellungen der Gruppe „Künstler in Hude“ aus.

Nun sind Sie gefragt: Sind Sie Künstler oder in der Kulturszene aktiv oder kennen jemanden, der unbedingt vorgestellt werden muss? Wir freuen uns über Vorschläge per Post an DELME REPORT, Oldenburger Straße 21, 27753 Delmenhorst oder per E-Mail an: redaktion@delmereport.de. Bitte nennen Sie als Stichwort „Kultur-Reihe“.

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