Christina Jantz-Herrmann (SPD) und Andreas Mattfeldt (CDU) bei Aktionen zum Internationalen Kindertag auf dem Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck. Foto: red Christina Jantz-Herrmann (SPD) und Andreas Mattfeldt (CDU) bei Aktionen zum Internationalen Kindertag auf dem Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck. Foto: red
Bundestagswahlen

Andreas Mattfeldt gewinnt den Wahlkreis souverän

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Andreas Mattfeldt gewinnt das Direktmandat im Wahlkreis Osterholz-Verden. Anders konnte der 47-Jährige seinen Parlamentssitz auch nicht halten. Die niedersächsische CDU verweigerte ihm einen aussichtsreichen Listenplatz.

Die seit 2013 dem Parlament angehörende SPD-Abgeordnete Christina Jantz-Herrmann muss Berlin verlassen. Die 39-Jährige aus der Gemeinde Schwanewede hätte ihr Mandat nur noch über die Landesliste behaupten können, allerdings hätten dafür mindestens 16 Sozialdemokraten aus Niedersachsen ins Parlament rücken müssen, was die Partei angesichts ihrer hohen Stimmenverluste nicht schaffte.

Über die Landesliste der FDP wurde Dr. Gero Hocker neu in den Bundestag gewählt.

Im Wahlkreis Osterholz-Verden liegt Andreas Mattfeldt  mit 39,25 Prozent der Erststimmen klar vor Christina Jantz-Herrmann mit 31,96 Prozent. Mattfeldts Rekordergebnis von 49,24 Prozent erreichte er in seiner Heimatgemeinde Langwedel. Das zweitbeste Ergebnis fuhr er in der Gemeinde Grasberg ein, dort sicherte er sich 46,58 Prozent Zustimmung. Beide Bundestagsabgeordnete haben gegenüber der Wahl 2013 Federn lassen müssen, Mattfeldt erreiche vor vier Jahren noch 44 Prozent der Erststimmen, Jantz-Herrmann kam damals auf 37,4 Prozent.

SPD nur in Osterholz-Scharmbeck und Hambergen vorne

Christina Jantz-Herrmann konnte lediglich in zwei Kommunen, der Stadt Osterholz-Scharmbeck und in der Samtgemeinde Hambergen besser abschneiden, als der spätere Wahlgewinner. In der Kreisstadt erreichte Jantz-Herrmann 34,2 Prozent, während Mattfeldt nur auf 32,76 Prozent kam, in Hambergen lag Jantz-Herrmann mit 39,03 Prozent vor Mattfeldt, auf den dort 33,8 Prozent entfielen.

Sein Bundestagsmandat verlieren wird der Parlamentarier der Linkspartei, Herbert Behrens. Als seine Partei ihm Anfang des Jahres einen aussichtsreichen Listenplatz verweigerte, verzichtete er völlig auf eine Listenpositionierung und zog ausschließlich als Direktkandidat ins Rennen.

AFD gewinnt das Rennen der kleinen Parteien

Unter den weiteren so genannten kleinen Parteien kämpfen Monika Geils (Grüne), Dr. Gero Hocker (FDP) und Jochen Rohrberg (AFD) mit Behrens um die Plätze. Der AFD-Kandidat lag mit 8,56 Prozent vor dem Linken Behrens (7,06), Geils (6,69 %)  und Hocker (5,45).

Die Wahlbeteiligung lag bei 78,02 Prozent und ist gegenüber 2013 (74,8 Prozent) deutlich gestiegen.

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