Nicht nur Künstler, auch Handwerker haben ihre Türen geöffnet. So kann man beispielsweise einer alten Druckerpresse bei der Arbeit zuschauen. Fotos: pv Nicht nur Künstler, auch Handwerker haben ihre Türen geöffnet. So kann man beispielsweise einer alten Druckerpresse bei der Arbeit zuschauen. Foto:pv
KunstWerk im Viertel

Das Viertel: Der Stadtteil der Handwerker

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55 professionelle Künstler und Kunsthandwerker stellen am Wochenende ihre Produkte und Arbeitsstätten vor. Besucher können bei der Arbeit über die Schulter schauen – und am Rande Konzerte und Lesungen mitbekommen.

Im Viertel da wird gehämmert, gestrickt und getöpfert; es wird gemalt und gedruckt, gepresst und tätowiert – all das soll am Wochenende in zahlreichen Ateliers und Werkstätten zu sehen sein. Zum zwölften Mal lädt der Zusammenschluss „KunstWerk im Viertel“ am Samstag und Sonntag zum Rundgang durch die Ateliers ein. Zwischen Osterdeich und Bismarckstraße, sowie Fedelhören und St.-Jürgen-Straße, stellen dann 55 kreativ Schaffende ihre Kunst direkt am Arbeitsplatz aus. Die Besucher kommen in Hinterhöfe und versteckte Ateliers.

Das Handwerk soll abgebildet werden

Unter den Teilnehmern sind zahlreiche hauptberufliche bildende Künstler, also etwa Maler, Bildhauer oder Fotografen. Ein großer Teil der ausstellenden Kreativen macht aber auch angewandte Kunst, also Kunsthandwerk. „Uns ist wichtig, dass das Handwerk abgebildet wird“, so Organisatorin Frauke Alber, die selbst Keramikerin ist. „Das Viertel ist schließlich ein altes Handwerkerviertel.“

Mit einem einfachen Museums- oder auch Galeriebesuch ist der Rundgang schon deshalb nicht zu vergleichen. In vielen Werkstätten wird gearbeitet und gezeigt, wie das Kunsthandwerk entsteht. „Meine Auszubildende wird den ganzen Tag an der Töpferscheibe drehen müssen“, kündigt Alber schon einmal an. Außerdem findet an einigen Orten im Viertel am Samstag noch ein weitergehendes Programm statt: Es gibt Lesungen, Konzerte, und kleine Vorführungen eines Maskentheaters.

Mit Kunststadtplänen durch das Quartier

Wer dabei sein will, kann sich einfach durch die Straßen treiben lassen und dabei den pinken, orangen, grünen oder blauen Punkten auf dem Bürgersteig folgen und sich von den roten Fahnen in die Ateliers führen lassen. Mit Kunststadtplänen können die Besucher sich aber auch nach speziellen Interessen einen Rundgang zusammenstellen – vielleicht soll eine bestimmte Bildhauerin besucht werden, eine Möbeltischlerei oder auch ein Hutmacher. Und schließlich gibt es auch noch die Möglichkeit, sich von Stadtführer Joachim Bellgart durch diverse Ateliers führen zu lassen und dabei einiges zur Geschichte des Viertels zu erfahren.

Der kommende Sonntag ist verkaufsoffen

Die offenen Ateliers laden am kommenden Samstag, 28., und am verkaufsoffenen Sonntag, 29. Oktober, jeweils von 11 bis 18 Uhr zum kostenlosen Rundgang ein. Die Kunststadtpläne gibt es an den Infoständen am Ziegenmarkt und am Präsident-Kennedy-Platz oder unter kunstwerkimviertel.de im Netz. Am Steintor (Samstags, 12.30 Uhr und Sonntag, 15 Uhr), sowie am Ostertor (Samstag, 15 Uhr, Sonntag, 12.30 Uhr) beginnen die Viertelführungen mit Joachim Bellgart, zum Preis von 7 Euro.

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