03_NOR_Briefmarke_2sp. Foto: Harm Eine von vielen: Rund 800 Briefmarken und Karten nit Lutheransichten werder derzeit gezeigt. Diese stammt aus der DDR. Fotos: Harm
Ausstellung

Den Reformator im Kleinformat betrachten

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Heinz Tippenau sammelt seit 37 Jahren Briefmarken und Ansichtskarten. Seine Sammlung besteht aus mehreren hundert Exponaten. Und sie haben eines gemeinsam: Sie alle beschäftigen sich mit Martin Luther und seinem Wirken.

In diesem Jahr wird das 500. Reformationsjubiläum begangen. Dies hat die evangelisch-lutherische Martin-Luther-Gemeinde in Blumenthal zum Anlass genommen, eine besondere Ausstellung im Gemeindesaal an der Wigmodistraße 33 zu zeigen.

„Es ist einer der Höhepunkte in der Welt der Philatelie, aber auch für Blumenthal und über die Grenzen Bremens hinaus“, sagte Pastor Wilfried Schröder bei der Eröffnung in dieser Woche. Ausgestellt werden etwa 800 Briefmarken und Ansichtskarten aus der Sammlung von Heinz Tippenau.

Leben und Wirken des Martin Luther

Der 95-Jährige beschäftigt sich seit 1980 mit der Philatelie, der Briefmarkenkunde, und setzt dabei insbesondere auf Exponate, die Martin Luther zeigen. Die für die Ausstellung ausgewählten Exemplare zeigt in mehrere Bereiche aufgeteilt, das Leben und Wirken des Martin Luther.

Seien es seine Schulzeit, das Theologiestudium, die Zeit als Lehrer der Heiligen Schrift in Wittenberg, die 95 Thesen, seine Tage auf der Wartburg oder Einblicke ins Familienleben. Die Ausstellung verläuft in Schlangenlinien, anhand derer man das Leben Luthers verfolgen kann.

800 ausgestellte Exponate

„Geht man von Anfang bis Ende an den Schaukästen vorbei, erfährt man vieles, was man vorher nicht wusste“, ist sich Schröder sicher. Ergänzt werden die Exponate von kurzen Erklärungen.
„Ich habe eine dreifache Verbindung zu Martin Luther“, sagt Tippenau.

Zum einen sei er in der Lutherstadt Wittenberg geboren und sein Elternhaus habe ihm den lutherischen Gedanken mit auf den Weg gegeben. Zudem sei er eng mit der Martin-Luther-Gemeinde verbunden, in der er und seine Frau vermählt worden sind, nachdem Tippenau als Soldat nach Blumenthal gekommen war.

03_NOR_Anstoßen_3sp. Foto: Harm

Heinz Tippenau (links) und Pastor Wilfried Schröder stoßen auf den erfolgreichen Start der Ausstellung in dieser Woche an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 800 Exponate, die er zurzeit im Gemeindesaal ausstellt, sind nur ein Teil seiner Sammlung. „Ich habe noch zwei oder drei Mal so viel zu Hause“, sagt der 95-Jährige. Rund zwölf Mal hat er bereits Luthers Leben in gezackter Form ausgestellt, darunter in Österreich, München, Hamburg und Köln.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober, jeweils von 10 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Gruppenführungen können telefonisch unter 51 70 27 27 vereinbart werden.

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