Ein Klassiker auf dem Bremer Freimarkt: der Wellenflug ist besonders abends ein Hingucker.Foto: Schlie Ein Klassiker auf dem Bremer Freimarkt: der Wellenflug ist besonders abends ein Hingucker. Foto: Schlie
Spaß und Sparen

Der große Freimarkt-Test: Was geht für 30 Euro?

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Nächsten Sonntag heißt es „Tschüss Freimarkt, bis zum nächsten Jahr.“ Doch bis dahin sind noch fünf Tage Fröhlichkeit, Fahrgeschäfte und Feiern angesagt. Der Weser Report hat getestet, wie das möglichst preiswert geht.

30 Euro im Portemonnaie, 327 Geschäfte zur Auswahl und die Frage: „Wie kann man mit möglichst wenig Geld, möglichst viel Spaß haben?“.

Vier Weser Report-Reporter haben sich ins Freimarkt-Getümmel gestürzt.

Getränke erlaubt, Glasflaschen nicht

Bereits der Bahnhofsplatz ist von leuchtenden Buden gesäumt – und Kiosken.

Für Erwachsene oder Freundesgruppen die letzte Möglichkeit zum preiswerten Anstoßen.

Ein Tipp: Mitgebrachte Getränke sind erlaubt, solange es keine Glasflaschen sind. Ein 0,5 Liter Becks-Dosenbier bei Rossmann im Bahnhof kostet 1,15 Euro – gekühlt.

Vom Kettenkarussell zur Currywurst

Erfrischt geht es in den Wellenflug am Haupteingang rechts – ein Kettenkarussell, wie aus der Zeit gefallen – mit wunderschöner Abendbeleuchtung. Eine Fahrt kostet 3 Euro.

Geld, das sehr gut investiert ist: „Ein großer Spaß, du denkst, deine Füße berühren die Baumwipfel.“ Das bereite nicht nur Kindern Freude. 

So viel Nervenkitzel macht hungrig – gut, dass es auf dem Freimarkt an Imbissen nicht mangelt, 128 insgesamt: Wir entscheiden uns für Champignons in Kräutersoße – und werden enttäuscht: 5 Euro für ein kleines Schälchen, inklusive Mini-Brot.

Alles schmackhaft – der Soße sei Dank – doch der Hunger blieb. Dann lieber die XXL-Currywurst zum selben Preis.

Saubere Toiletten, wippende Böden

Ein Grundbedürfnis gestillt, ein zweites bahnt sich an: Toiletten lassen sich auf dem Freimarkt an jeder Ecke finden, die meisten auch sauber. Der Eintritt kostet 50 Cent – ein fairer Deal.

Denn mit einer leeren Blase ist besser Fahrgeschäfte-Fahren.

Leicht fällt das bei der Auswahl nicht, und so wird es ein Klassiker: „Wilde Maus“. Erwachsene fahren für 5 Euro, Kinder für 4, und schon der Weg zum Einstieg macht einen Besuch im „Fun House“ überflüssig: Wippende Böden, Wasser-Parcours – aufwärmen für das, was kommt.

Viele Bremer wissen bereits: Der Name ist Programm. Die Wilde Maus-Fahrt ist ein kurzer, wilder Ritt mit zwei Steilhängen und durch Kurven, die einen das Fürchten lehren.

85 Meter freier Fall

Doch bevor wir den ultimative Adrenalinkick suchen, gilt es Vorräte aufzufüllen: Und da zeigt sich der Freimarkt den Bierfreunden überraschend gütig: 0,25 Liter Haake Beck kosten 3 Euro, ein Flaschenbecks (0,33 Liter) dasselbe.

Keine Beanstandung – und bereit für das „Hangover“: der größte transportable Freifallturm der Welt. Seine 85 Meter Höhe überragen selbst das Riesenrad.

Einigkeit bei denen, die es gewagt haben: „phänomenal.“ Allein der Ausblick auf Bremen sei jeden Cent der 6 Euro wert.

Stichwort Geld: Wir kamen bei den sechs genutzten Freimarkt-Geschäften auf insgesamt 23,65 Euro und blieben damit sogar unter dem eingeplanten Budget – für den spaßigen Abend eine mehr als gute Investition.

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