Kandidaten im Wahlkampf. Sonnabend beendeten die Parteien ihren Wahlkampf, unser Foto entstand auf dem Scharmbecker Marktplatz. Wir baten Vertreter von FDP, CDU, SPD und Grünen zum seltenen Gruppenbild. Foto: Möller
Niedersachsenwahl

Miesner (CDU) bleibt und Lottke (SPD) kommt

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Nach dem vorläufigen Endergebnis liegt die SPD mit 36,9 Prozent vor der CDU, die auf 33,6 Prozent kommt. Rot/Grün hat seine Mehrheit verloren, es werden komplizierte Koalitionsverhandlungen erwartet.

Die SPD ist zwar Gewinner  der sonntäglichen Landtagswahlen, die Fortsetzung ihrer Koalition mit den Grünen ist aber gescheitert. Nach der Stimmenauszählung liegen die Sozialdemokraten mit 36,9 Prozent klar vor der CDU, die lediglich auf 33,6 Prozent kommt. Für eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition in Hannover reicht es nicht.  Stephan Weil kann sich um die Bildung einer Ampel aus SPD, Grünen und FDP bemühen, die bisher von den Liberalen ausgeschlossen wird. Genauso schielt  man in der CDU auf die Bildung einer von ihr geführten Janaika-Koalition. Möglich wäre auch eine große Koalition der beiden Volksparteien. Die Grünen kommen auf 8,7 Prozent, die FDP auf 7,5 Prozent und die AfD auf 6,2 Prozent. Den Sprung ins Parlament verpasst die Linke mit nur 4,6 Prozent.

Rund 57.833 Wählerinnen und Wähler waren im Wahlkreis Unterweser (59), der die Samtgemeinde Hambergen und die Gemeinde Schwanewede im Landkreis Osterholz gemeinsam mit den Gemeinden Hagen, Loxstedt und Beverstedt aus dem Landkreis Cuxhaven umfasst, zur Wahl aufgerufen. 86.832 Stimmberechtigte stellt der Wahlkreis Osterholz (60), der aus der Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck, den Gemeinden Ritterhude, Lilienthal, Grasberg und Worpswede auf Osterholzer Seite sowie den Kreisverdener Gemeinden Oyten und Ottersberg gebildet wird.

SPD holt den Wahlkreis 59 / CDU verteidigt Wahlkreis 60

Im Wahlkreis 59 war durch den Verzicht auf eine erneute Kandidatur der langjährigen CDU-Abgeordneten Astrid Vockert auf jeden Fall ein neues Gesicht direkt zu wählen, dafür bewarben sich der aus Beverstedt stammende CDU-Kandidat Bernd Beckmann, für die SPD der Loxstedter Oliver Lottke, ebenfalls aus Loxstedt Eva Viehoff für Bündnis 90/Die Grünen, FDP-Kandidat Marvon Jürgens, für die AfD Thomas Gutwein aus Schwanewede, der Loxstedter Bernhard Vogel für die Liberal-Konservativen Reformer und Hermann Wieters aus Hambergen als Einzelkandidat. Um 20.50 Uhr stand der SPD-Kandidat Lottke nach dem vorläufigen Wahlergebnis mit 38,14 Prozent als Sieger fest. Beckmann (CDU) erhielt nur 36,29 Prozent. Auf die kleinen Parteien entfallen 8,14 % (Grüne), 6,43 (AfD),  4,61 (FDP) und 4,42 (Linke) der Erststimmen. Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis Unterweser betrug 63,35 Prozent.

Im Bereich 60 trat der CDU-Amtsinhaber Axel Miesner gegen fünf Mitbewerber zur Wiederwahl an: Die SPD hatte dafür den Ritterhuder Jürgen Kuck nominiert, die Grünen gingen mit dem Worpsweder Benjamin Alexander Meyer ins Rennen, die FDP hatte den Grasberger Tors­ten Staffeld aufgestellt, für die Linke trat Herbert Behrens aus der Kreisstadt an und die AfD hatte Klaus Wichmann aus Verden aufgestellt. Seit 21.02 Uhr steht nach dem Gesamtergebnis der Erststimmen Axel Miesner (CDU) als Wahlsieger fest. Der Worphauser erhielt 36,13 Prozent. Kuck (SPD) erreichte nur 34,08 Prozent. Die Kandidaten von Grünen (10,27 %), Linken (7,65), AfD (5,97) und FDP (5,86) folgten abgeschlagen auf den Plätzen.

Bleibt Dr. Jörg Mielke in Hannover?

Die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen stehen fest. Für den Landkreis Osterholz gibt es einige Auswirkungen: Die CDU hat den Wahlkreis 59 Unterweser an die SPD verloren. Ob es in Hannover für eine weitere Regierungsbeteiligung der SPD reicht, sei es im Bündnis mit den Grünen oder in einer Großen Koalition mit der CDU, muss nun verhandelt werden, für Osterholz bleibt auch von Interesse, ob dadurch der ehemalige Osterholzer Landrat Dr. Jörg Mielke weiter Chef der Staatskanzlei von Ministerpräsident Stephan Weil bleibt.

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