Irini Rauschenberger (r.), stellvertretende Geschäftsleiterin des Real-Marktes an der Duckwitzstraße, ­unterstützt das Projekt mit ihrem Team. Foto: Schlie
Seniorenhilfe

Mobiler Einkaufswagen: Einkauf gegen die Einsamkeit

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Wenn der Gang aus dem Haus und zum Einkaufen immer beschwerlicher und seltener wird, geraten viele Senioren in den eigenen vier Wänden in Einsamkeit. Mit dem Mobilen Einkaufswagen wollen die Malteser dem entgegenwirken.

Die Idee ist ganz einfach: „Die Senioren bekommen beim Einkaufen Hilfe und Unterstützung von Ehrenamtlichen. Noch wichtiger ist allerdings die Teilhabe und Kontakte zu knüpfen“, erklärt Gabriele Gottheil, Projektleiterin bei den Maltesern.

Aus diesem Grund ist jeder Einkauf auch mit einem anschließenden Kaffeebesuch verbunden. Gedacht ist das Projekt für ältere Menschen, die sonst wenig Unterstützung haben. „Wie viel man einkauft, ist völlig egal. Es geht um das Rauskommen und Zusammensein“, so Gottheil weiter.

Der Weg führt in den Real-Markt

Mit angestoßen hatte den Mobilen Einkaufswagen Stefan Hagen, Geschäftsleiter des Real-Marktes an der Duckwitzstraße. Dorthin führen die wöchentlichen Einkaufstouren schließlich. „Es gibt in unserem Einzugsgebiet viele Senioren, die selber nicht mehr mobil sind und nicht in den Markt kommen können. Aber auch sie müssen unter Menschen. Das war mir eine Herzensangelegenheit“, so Hagen.

Er kooperiert mit den Maltesern, hat im Markt Pfand-Spendendosen für den Mobilen Einkaufswagen installiert. „Künftig werden wir dann für die Senioren auch Rollatoren vorhalten, die sie während des Einkaufs nutzen können“, sagt er.

Es braucht Freiwillige 

Der Mobile Einkaufswagen ist seit rund zwei Jahren in Delmenhorst sehr erfolgreich. In Bremen sollen zunächst Neustädter Senioren davon profitieren. „Wir haben aber vor, es auch auf andere Stadtteile auszuweiten, soweit es genug Ehrenamtler gibt“, sagt Gottheil.

Denn genau darauf ist die Projektleiterin nun zunächst angewiesen, bevor der Mobile Einkaufswagen starten kann: Freiwillige, die einmal in der Woche die Senioren begleiten. Sie holen sie zu Hause ab, geben Hilfestellung beim Ein- und Aussteigen sowie beim Einkaufen, Tragen die Ware hinterher ins Haus und nehmen am Kaffeeklatsch teil. Der zeitliche Aufwand liegt bei etwa vier Stunden.

„Gerne auch mobile Ruheständler“

Die Fahrzeuge mit Platz für einen Rollstuhl werden von den Maltesern zur Verfügung gestellt. Jeweils vier Ehrenamtler begleiten sechs ältere Menschen. Die Freiwilligen erhalten eine Schulung von den Maltesern, Fahrer eine Einweisung für die Fahrzeuge. Zudem muss ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert werden. „Den bieten wir auch an“, sagt Gottheil.

Losgehen soll es Anfang 2018. Gesucht werden Freiwillige mit und ohne Führerschein. „Gerne auch mobile Ruheständler“, sagt Gottheil. Versicherungsschutz erhalten die Ehrenamtler über die Malteser.

Interessenten melden sich bei Gabriele Gottheil dienstags und donnerstags zwischen 9 und 11 Uhr unter der Nummer 0174/830 26 47 oder per Mail an einkaufswagen@malteser-bremen.de

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