Heike Meents freut sich über das Engagement von Sängerin Tina Härtel (rechts) für das Familienprojekt. Foto: Konczak
Benefizkonzert

Tina Härtel und Freunde „ersingen“ Koffer

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Mit einem neuen, mobilen Projekt unterstützt die Lebenshilfe Familien, in denen Menschen mit einer Behinderung leben. Die finanziellen Mittel dafür wollen Tina Härtel und weitere Musiker am Nikolaustag „ersingen".

Gemeinsam mit ihren Gästen präsentiert die Bremer Sängerin Tina Härtel und ihre Band am Mittwoch, 6. Dezember, 19.30 Uhr in der Markthalle einen Abend voller bekannter und unbekannter Weihnachts- und Winterlieder. Auch Swing und jazzige Songs sowie sozialkritische Lieder werden vorgetragen.

Tina Härtel, Corinna May und Rouven Tyler

Als Gäste hat Härtel die Musiker Corinna May und „Claus mit C“ sowie Rouven Tyler, den Saxophonisten Kurt Buschmann und das Liedermacher-Duo „Howald & Thölen“ gewinnen können. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat Oberbürgermeister Axel Jahnz übernommen. Alle Mitwirkenden verzichten auf ihre Gagen, um das Projekt „Heilpädagogischer Spielekoffer“ der Lebenshilfe Delmenhorst und Landkreis Oldenburg zu unterstützen. Bei einer Tombola soll ebenfalls Geld zusammenkommen.

Der Kontakt zur Lebenshilfe kam über den Pianisten Jens Buntemeyer sowie dessen Frau Nicole zustande. Und so erfuhr Härtel von einem Pilotprojekt der sozialpädagogischen Familienhelfer, dass die Einrichtung anschieben will.

Heilpädagogischer Spielekoffer ist ein Pilotprojekt

Die neun Familienhelferinnen betreuen Familien, in denen ein oder mehrere Kinder mit einer Behinderung leben sowie Familien, in denen Eltern oder Elternteile eine Behinderung haben oder psychisch erkrankt sind.

„Bei unserer Arbeit haben wir festgestellt, dass es häufig schwierig ist, in den Familien an die Lerninhalte der Kinder in den Kindertagesstätten oder Schulen anzuknüpfen“, erklärt Dr. Edith Aschenbrenner, Pädagogische Leiterin des Bereichs Kindheit und Jugend bei der Lebenshilfe. „Auch fehlt den Eltern häufig das Geld, um heilpädagogisches Spielmaterial anzuschaffen beziehungsweise wissen sie nicht, was am besten für ihr Kind passt“, ergänzt Heike Meents von der sozialpädagogischen Familienhilfe. Um das zu ändern wurde speziell für die Arbeit mit und in den Familien ein mobiler heilpädagogischer Spielekoffer konzipiert.

Konzerterlös finanziert Lebenshilfe-Projekt

„Der Erlös des Konzertes finanziert den ersten von vier Koffern für verschiedene Altersgruppen. Dieser wird mit Material für drei- bis sechsjährige Kinder bestück“, erklärt Meents. Hierzu gehören zum Beispiel Symbolkarten zur Unterstützung der Kommunikation zwischen Eltern und Kind. Die Karten sind auch in allen Einrichtungen der Lebenshilfe im Einsatz. Vorhanden sind auch Bücher, die zu Schrift und Bildern auch die entsprechenden Gebärden zeigen.

Rund 750 Euro werden für den Koffer samt Inhalt benötigt. „Sinnigerweise wird der erste Koffer ‚Tina-Härtel-Koffer‘ heißen. Zukünftig sollen möglichst noch Koffer für die Altergruppe der Unterdreijährigen, der Sieben- bis Elfjährigen sowie für Heranwachsende ab elf Jahren folgen“, erzählt Aschenbrenner.

750 Euro werden benötigt

Der erste heilpädagogische Spielekoffer wird ab 7. Dezember im Büro der Sozialpädagogischen Familienhilfe an der Bismarckstraße 33 stationiert. Momentan betreuen die Familienhelferinnen in der Zielgruppe der Drei- bis Sechsjährigen acht Kinder in sechs Familien. Diese Hilfe zur Erziehung kann man beim Jugendamt beantragen.

Tickets für das Benefiz-Konzert bekommt man im Vorverkauf über die Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (dwfg), sowie online unter info@may-artist.de für 18,50 Euro sowie an der Abendkasse für 20 Euro.

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