Andres Dickehut, geschäftsführender Gesellschafter der Consultix bei der Eröffnung des Rechenzentrums ColocationIX im Bunker an der Waller Zwinglistraße.Foto: Schlie
Rechenzentrum

Bunker in Walle: ein bombensicherer Datenhafen

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Ein sicherer Datenhafen im Cyberkrieg: Nach einer Umbauzeit von fünf Jahren ist im alten Bunker an der Zwinglistraße in Walle das wahrscheinlich modernste und sicherste Rechenzentrum in ganz Europa entstanden.

Von außen ist es dem Bunker kaum anzusehen, dass hinter den zwei Meter dicken Außenwänden auf 2.500 Quadratmetern ein hoch gesicherter Raum für bis zu 50.000 Server entstanden ist.

Dabei habe man für den Umbau sogar 200 Tonnen Stahlbeton herausgeschnitten, um genug Raum für ein Treppenhaus und einen Aufzug zu bekommen, erläuterte Andres Dickehut von der Bremer Cosultix bei der Eröffnung des Rechenzentrums ColocationIX.

Der Bunker als bester Standort für den Datenhafen

„Bei der Suche nach einem geeigneten Gebäude überraschte uns, dass ausgerechnet Bremen der wohl sicherste Standort für ein Hochsicherheits-Rechenzentrum in Deutschland ist“, erklärte Dickehut. Denn anders als in Frankfurt, wo es die bundesweit höchste Dichte an Rechenzentren gibt, gebe es in Bremen, kein Hochwasser, keine Erdbeben und dann auch noch die geringste Blitzintensität Deutschlands. Deswegen habe man sich auch zum Umbau des Bunkers an der Zwinglistraße entschieden.

Insgesamt investierte das Unternehmen mit seinen rund 100 Mitarbeitern einen siebenstelligen Betrag in den aufwändigen Umbau. Alleine der Listenpreis für das Softwaresystem zur Identifikation und Abwehr digitaler Attacken liege bei fast zwei Millionen Euro, erklärte Dickehut.

Der Datenhafen im Bunker ist auf dem sichersten Stand

Dafür ist der Bunker nun auf dem denkbar höchsten physischen und digitalen Sicherheitsniveau für ein supermodernes Daten-Center. Besonders gesichert wurde natürlich auch der Eingangsbereich des Bunkers, der nun eher einer Tresortür gleicht und der höchsten deutschen Sicherheitsnorm genügt. Für eine Komplettüberwachung sorgen insgesamt 200 Kameras und Zutritt zu den insgesamt zehn Sicherheitszonen bekommt man nur nach einer Dreifaktorenauthentifizierung mit Code-, Chip- und Biometrie-Erkennung.

ColocationIX sei uneinnehmbar versicherte Dickehut: „Selbst ein Flugzeugabsturz würde unser Rechenzentrum nicht erschüttern.“ Zudem verfüge der Bunker über eine völlig autarke Wasser- und Stromversorgung, die im Katastrophenfall den unterbrechungsfreien Betrieb des Rechenzentrums garantiere.

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