Die frühere Bremer Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper (l.) und die heutige Bildungssenatorin Claudia Bogedan (beide SPD) bei der Vorstellung des neuen Buches.Foto: Bollmann
Neue Biografie

Ein Einblick in die Bildungspolitik

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Unter dem Titel „Anmerkungen mit grüner Tinte“ hat die ehemalige Bremer Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper ihre Lebenserinnerungen niedergeschrieben. In dem Buch erfährt man viel über die Bremer Bildungpolitik.

In ihrer Biografie schildert Jürgens Pieper ihre gesamte Lebensgeschichte von der Kindheit an über ihre Arbeit als Lehrerin und ihr Wirken in der Bildungspolitik als Ministerin und Senatorin in den Regierungen von Gerhard Schröder, Gerhard Glogowski, Sigmar Gabriel und Jens Böhrnsen.

Die Bremer Bildungspolitik im Fokus

Vor allem dieser letzte Abschnitt dürfte für die Leser in Bremen besonders interessant sein. Schließlich war Jürgens-Pieper von 2007 bis 2012 als Bildungssenatorin tätig und hat vor einem Jahrzehnt den noch bis zum nächsten Jahr geltenden so genannten Schulfrieden mit ausgehandelt.

Auch das zweisäulige Bremer Schulmodell wurde von ihr mit entwickelt und die Inklusion auf den Weg gebracht, bevor sie wegen der viel zu dünnen Finanzausstattung des Bildungsressorts ihr Senatorenamt niederlegte.

„Nein, ein Blick zurück im Zorn“ sei ihr Werk nun wirklich nicht, erklärte Jürgens-Pieper bei der Buchvorstellung im Haus der Wissenschaft. Sie hätte ihren Frieden mit der Vergangenheit gefunden, obwohl sie 2012 wegen der andauernden Sparauflagen frustriert von ihrem Amt zurückgetreten. Ihr Buch sei eher ein Plädoyer für den Aufstieg durch Bildung, eine Schule für alle und ein Engagement in der Politik.

Vor allem mit der Schulreform und dem Bildungskonsens hat sie etwas ganz besonderes geschaffen, lobte die heutige Bildungssenatorin Claudia Bogedan ihre Vorgängerin. Gerade den nächstes Jahr auslaufenden Bildungskonsens wolle sie auf jeden Fall fortsetzen, um die Qualitätsentwicklung in den Schulen weiter voranzubringen.

Mehr Rückendeckung für die Bildungspolitik

Einen großen Vorteil habe sie gegenüber ihrer Vorgängerin, erläuterte Bogedan: „Ich habe eine Wahnsinns-Rückendeckung im Senat – auch von der Finanzsenatorin.“

Und der Titel des Buches? Ganz einfach erläutert Jürgens-Pieper. In der Verwaltung gebe es schon seit über hundert Jahren eine Farbstifthierachie bei den Anmerkungen an Texten. Grün wird danach den Senatoren und Ministern genutzt, rot von den Staatsräten und so weiter. So sei der Titel entstanden.

Die „Anmerkungen in grüner Tinte – Erinnerungen“ von Renate Jürgens-Pieper sind in der Bremer Edition Temmen erschienen und unter der ISBN-Nummer 978-3-8378-7053-4 für 19,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

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