Max Kruse jubelt nach dem 1:0 Wenn Werder gewinnt, dann vor allem auch wegen Max Kruse. Wie schon gegen Hannover war der Torjäger auch gegen Stuttgart der entscheidende Mann. Foto: Nordphoto
1:0 gegen Stuttgart

Max Kruse ist Werders Lebensversicherung

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Die abstiegsbedrohten Grün-Weißen können zwar nicht an den Kantersieg gegen Hannover anknüpfen, kommen durch den zweiten Saisonerfolg aber einen großen Schritt nach vorne. Auch weil Freiburg und HSV nur Remis spielen.

Ein von Fin Bartels gedankenschnell ausgeführter Freistoß 22 Meter vor dem Tor leitete die spielentscheidende Aktion der Partie ein. Max Kruse war der Adressat und der schüttelte seinen direkten Gegenspieler mit einem schnellen Antritt ab und traf unhaltbar für Stuttgarts Keeper Ron Robert Zieler ins lange Eck.

Es war der Moment, der eine erste Halbzeit veredelte, die auf den Rängen bis dahin vor allem Anlass zum Haareraufen bot. Werders Vorstellung bis dahin war ein hartes Ringen – vor allem mit den eigenen Abschlüssen.

Mit denen klappte es nämlich überhaupt nicht. Umständlich und zögerlich wirkten die Hausherren. Mit ausschlaggebend dafür, dass Obergoalgetter Max Kruse lange Zeit zurückgezogen hinter den Spitzen agierte.

Trio ohne Knipserqualitäten

Fin Bartels, Zlatko Junuzovic und Thomas Delaney tauchten wesentlich häufiger im gegnerischen Strafraum auf. Der Haken an der Sache: Während keiner dieses Trios über herausragende Knipserqualitäten verfügt, ist Kruse auch nicht unbedingt der geborene Ballverteiler.

Gegen Ende des ersten Durchgangs korrigierte Werder-Trainer Florian Kohfeldt dann auch seine Aufstellung und beorderte Kruse in die Spitze. Dort hatte der 29-Jährige schon im vorherigen Heimspiel beim 4:0 gegen Hannover mit drei Treffern glänzt.

Der Dosenöffner damals war Kruses tödlicher Pass auf Bartels, den dieser zum 1:0 versenkte. Übrigens ebenfalls kurz vor der Pause. Nun gegen Stuttgart war die Rollenverteilung beim Führungstreffer genau umgekehrt.

Tor zum günstigen Zeitpunkt

Das Tor, nicht nur weil es den Grün-Weißen Sekunden vor dem Pausenpfiff gelang, fiel zu einem psychologisch ungemein günstigen Zeitpunkt. Die Schwaben wirkten bis dahin spielerisch gefälliger hatten auch die eine oder andere gefährliche Svene. Nach dem Rückstand brauchte der Aufsteiger allerdings längere Zeit, um daran wieder anzuknüpfen.

Werder verpasste es hingegen nachzulegen. Junuzovics Schussversuch dauerte zu lange, Milos Veljkovics Schlenzer war nicht hart genug, Delaneys Freistoß strich knapp am Tor vorbei und bei seinem zweiten Versuch scheiterte der Mittelfeldspieler am herausstürzenden Zieler.

So benötigten die Hausherren in der Schlussphase auch ein wenig Glück, um die Schlussoffensive des VfB schadlos zu überstehen. Durch den zweiten Dreier macht das Team in der Tabelle deutlich Boden gut.

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