mar Staubilanz Autobahn A1 4sp4c. Foto: Schlie So mancher Buten- und Binnenbremer stand im vergangenen Jahr auf der A1 im Stau. Die Blechlawine geriet 2017 ohnehin häufiger und länger ins Stocken. Foto: Schlie
Blechlawinen

Staubilanz: Bremen gewinnt das Nordderby

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In der aktuellen Fußball-Bundesliga-Tabelle kuscheln die beiden Hansestädte förmlich noch, Bremen auf Platz 16, Hamburg dicht dahinter auf 17. In der Staubilanz 2017 hat die Elbmetropole das Nordderby klar verloren.

„Was im Fußball nicht klappt, gelingt beim Stillstand auf den Straßen: Mit 390 Kilometern Stau pro Autobahnkilometer landet Hamburg bei der Staubilanz 2017 auf dem ersten Platz“, bringt es Nils Linge, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des ADAC Weser-Ems auf dem Punkt.

Auffällig: Auch im übrigen Norden wurden die Autoschlangen im vergangenen Jahr länger. „Auf dem Abschnitt zwischen Arsten und Brinkum auf der A1 im und am Bundesland Bremen sammelte sich der Verkehr auf eine Staulänge von 4.504 Kilometern“, so Linge weiter. Weitere Staus wurden aus den Abschnitten zwischen Dreieck Stuhr und Groß Ippener (1.656 Kilometer) und Hemelingen und Arsten (1.648 Kilometer) gemeldet.

Übeltäter Baustelle

Laut ADAC-Bilanz stockte auf den Autobahnen rund um Bremen im Jahre 2017 auf eine Gesamtlänge von 6.115 Kilometer. Das waren 2.641 Kilometer mehr als im Jahr davor. Da liegen die Hanseaten im Trend, denn im ganzen Norden mussten sich die Autofahrer auf den Fernstraßen in Geduld üben, etwa in Niedersachsen mit 121.460 Kilometer Stau, Schleswig-Holstein (34.694 Kilometer) und Hamburg (31.630 Kilometer).

Zum Vergleich: Der ADAC stellte für das Jahr 2017 bundesweit einen Zuwachs bei den Staukilometern fest. Diese summierten sich auf eine Gesamtlänge von 1.448.000 (fünf Prozent mehr als 2016). Im Schnitt bildete sich damit auf den Autobahnen jeden Tag eine Blechlawine von knapp 4.000 Kilometer.

Ursachen für die Zunahme sind die weiter gestiegene Fahrleistung – sie nahm nach Angaben der Bundesanstalt für das Straßenwesen gegenüber 2016 um 1,3 Prozent zu – sowie die vielen Baustellen.

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