Von Wassersport und Licht-Luft-Bad bis hin zu Trauungen im Turm und Picknickplatz am Lankenauer Höft: Für die zweite Ausschreibung wurden dem Hafenressort zahlreiche Ideen geliefert. Foto: Schlie Von Wassersport und Licht-Luft-Bad bis hin zu Trauungen im Turm und Picknickplatz am Lankenauer Höft: Für die zweite Ausschreibung wurden dem Hafenressort zahlreiche Ideen geliefert. Foto: Schlie
Woltmershausen

Bürgerforum zum Lankenauer Höft bringt viele Ideen

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Was wird künftig aus dem Lankenauer Höft? Mit dieser Frage beschäftigen sich seit vielen Monaten nicht nur die Planer der Senatsressorts, sondern auch die Woltmershauser selber. Sie waren zum Bürgerforum geladen.

Dabei ging es zum einen um Angebote, die bereits in diesem Sommer im Rahmen der Zwischennutzung durch Golden City und das Kulturhaus Pusdorf realisiert werden könnten, zum anderen aber auch um das, was in einer zweiten Ausschreibung für potenzielle Investoren formuliert werden soll.

„Die Ideen der Bürger gehen an den Beirat, der sie als Ausschreibungskriterien den zuständigen Ressorts empfiehlt. Das bildet die Basis. Am Ende entscheiden aber die Deputierten“, erklärte Christel Lübben vom Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen. Die Ergebnisse des Auswahlverfahrens werden dem Beirat dann mitgeteilt.

Thema Verkehr wird vorausgesetzt

Rund 60 Interessierte hatten sich zum Bürgerforum eingefunden. Sie nahmen an großen Tischinseln Platz, jeweils einem Thema zugeordnet. „Die Themen sind die Kriterien, die der Beirat formuliert hatte“, erklärte Moderatorin, Raumplanerin und Mediatorin Katharina Günther.

Einzig das Thema Verkehr hatten die Organisatoren ausgeklammert, „denn das ist eine Voraussetzung“, so Günther weiter.

Fähre soll wieder fahren

Derzeit führt das Hafenressort Gespräche mit dem Fährbetreiber Hal Över. „Wir wollen, dass die Fähre auch in diesem Jahr wieder fährt, der Bedarf könnte sogar steigen. Unsere Vorstellung ist eine Ausweitung der Fährzeiten in den Abendstunden“, so Lübben zur Erklärung.

Das ginge aber auch in dieser Saison nicht ohne die Hilfe der öffentlichen Hand und eine Anschubfinanzierung.

Ein Bus bis zum Höft

Was die Busverbindung mit der Linie 24 betrifft, würden ebenfalls derzeit Gespräche mit dem Verkehrsressort und der Bremer Straßenbahn AG geführt.

„Es muss zügig ein Ergebnis her, denn die Fahrpläne werden jetzt erstellt. Wir brauchen den Bus mindestens an den Wochenenden bis zum Lankenauer Höft“, so Lübben.

Für die weiteren Themen Außengelände, Naherholungsmöglichkeiten, familienfreundliche Gestaltung, seniorengerechte Angebote und Angebote im Gebäude sammelten die Anwesenden schließlich Ideen.

Wassersport und Bühne

Vor allem für das Außengelände und die Naherholungsmöglichkeiten wurden schnell viele Ansätze formuliert: Von einer Bühne über einen Mehrgenerationenspielplatz, Sport- und Fitnessangebote zu Land und zu Wasser, einer Marina und Floating Homes, bis hin zum Kiosk und einem Wasserzugang wie ihn am Lankenauer Höft vor vielen Jahrzehnten die Familien nutzten, standen am Ende zahlreiche Vorschläge auf den großen Plakaten.

Wohnmobile am Lankenauer Höft?

Für das Gebäudeinnere hat ein gastronomisches Angebot Priorität. Zudem könnte der Turm für Trauungen ge

Auf großen Plakaten sammelten die Besucher des Bürgerforums ihre Ideen. Foto: Füller

Auf großen Plakaten sammelten die Besucher des Bürgerforums ihre Ideen. Foto: Füller

öffnet und Übernachtungen angeboten werden.

Einige Themen wurden jedoch auch kontrovers diskutiert: Ein Wohnmobilstellplatz und die Entfernung des Parkplatzes ebenso wie die Schaffung einer Brücke nach Gröpelingen. Eine Verbindung nach Seehausen hingegen würde laut Lübben die Anbindung an den Weserradweg schaffen.

Kooperationen planen

Und auch andere Verbindungen könnten künftig entstehen: Greta Wilhelm vom Golden City schlug beispielsweise vor, ein Festival am Lankenauer Höft zu etablieren, welches gemeinsam mit dem Pier 2 ausgerichtet werden könnte. „So wird auch die Fähre viel genutzt, wenn die Leute zwischen den Locations hin und her pendeln“, sagte Wilhelm.

Neben all den Ideen für Aktivitäten sollte jedoch auch die Stille vor Ort nicht zu kurz kommen, verwies ein Besucher. Denn genau diese Stille würde auch sehr geschätzt.

„Sie haben uns viel geliefert, das zum Denken anregt. Wir haben für die Ausschreibung eine ganze Menge erhalten, mit dem wir jetzt arbeiten können“, so Lübben zum Abschluss.

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