Das Ensemble zeigt im Theaterhafen die neue Inszenierung „Alice im Wunderland: L. S. Dreamland“. Beim Pressegespräch warben die Schauspieler auf kreative Weise für das Projekt. Foto: Konczak Das Ensemble zeigt im Theaterhafen die neue Inszenierung „Alice im Wunderland: L. S. Dreamland“. Beim Pressegespräch warben die Schauspieler auf kreative Weise für das Projekt. Foto: Konczak
Theaterhafen

Es soll sexy prickeln im Oldenburger Hafen

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Christian Firmbach, Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters will die gesamte Weser Ems-Region mobilisieren, um den Theaterhafen zu einem Vorsommer-Festival zu machen. Es soll sexy und prickelnd werden.

Bei seinem Wunsch denkt Christian Firmbach, Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters nicht nur an zahlende Besucher – wobei er hier mit rund 25.000 Personen kalkuliert – sondern auch an kreative Mitwirkende. Auslöser des maritimen Theatersommers ist der Brandschutz. Aufgrund von Sanierungsarbeiten im Haupthaus des Oldenburgischen Staatstheaters zieht das Ensemble für die letzten sechs Wochen der Spielzeit 2017/18 direkt an die Hunte. Besucherzahlen in Höhe von 25.000 Personen sind durchaus realistisch. Allein für Dezember 2017 verzeichnete das Theater 50.000 Gäste.

Dieses Modell zeigt das Gelände des Theaterhafens mit dem Zirkuszelt in der Mitte. Foto: Konczak

Dieses Modell zeigt das Gelände des Theaterhafens mit dem Zirkuszelt in der Mitte. Foto: Konczak

Dort, wo bis 2016 das Unternehmen Rhein Umschlag seine Schotter- und Kiesberge lagerte und in naher Zukunft die Firma Kubus Immobilien bauen möchte, an der Rheinstraße 35, lässt der Theaterintendant vom 19. Mai bis 1. Juli seinen Uferpalast am Theaterhafen errichten. „Es war uns wichtig, eine kreative Zwischenlösung für den Theaterbetrieb zu finden, die prickelt, sexy ist, ein breites Publikum anspricht und über die Stadtgrenzen hinaus in die Region wirkt“, sagte Firmbach beim Pressegespräch. Und so wird, zwischen Industriecharme und Hafenromantik, für sechs Wochen ein komplettes Theater aus dem Boden gestampft. „Das ist ein einmaliges Projekt“, schwärmt Firmbach.

25.000 Besucher erwartet

Die Theatervorführungen finden in einem rund 1.000 Zuschauer fassenden historischen Zirkuszelt von Roncalli statt, das Programm bietet mit „Alice im Wunderland: L-S-Dreamland“, dem Rockmusical „Jesus Christ Superstar“, einem Kinderballett und dem musikalischen Schauspiel „Comedian Harmonists“ ein Programm für die breite Masse. Tickets kosten zwischen fünf und 59 Euro (je nach Inszenierung und Preisgruppe).

Auch rund um die Spielstätte wollen die Verantwortlichen eine Vielzahl an kostenfreien Veranstaltungen aus Musik, Tanz, Poesie, Performance und Sport bieten: Olympisches Boxen, Open-Air-Konzerte, Poetry-Slam und einiges mehr. „Das Programm soll im März stehen. Bis dahin können uns interessierte Mitwirkende kontaktieren“, sagt Angela Weller.

Musik, Tanz, Sport, Poetry-Slam und mehr

Auf dem rund 70 Meter langen Gelände sorgen drei Kilometer Lichterketten, jede Menge Lampions, das ebenfalls beleuchtete Zirkuszelt, Akkordeonspieler, Matrosenchöre, Jahrmarktbuden, Street Food-Stände, ein Standabschnitt mit Liegestühlen und Lagerfeuer und eine zirka 50 Meter lange Sitzbank der OLB für ein ganz besonderes Vorsommer-Festival-Feeling. Firmbach hofft, dass der Theaterhafen ein Treffpunkt für Jung und Alt wird. Unter der Woche wird das Gelände voraussichtlich gegen 15/16 Uhr, am Wochenende bereits gegen Mittag öffnen.

Auch in die Fahrpläne des öffentlichen Nahverkehrs integriert man den Theaterhafen und es wird ein Shuttleservice vom Bahnhof eingerichtet. An ausreichend Parkmöglichkeiten für Auto- und Radfahrer wurde ebenfalls gedacht. „Aktuell suchen wir noch nach einem Partner, der uns einen Bootsanleger zur Verfügung stellt, damit man uns auch direkt vom Wasser erreichen kann“, erzählt Firmbach. Alle wichtigen Informationen zum Programm findet man online auf der Seite des Theaters.

Generalintendant Christian Firmbach stellte das Projekt Theaterhafen vor. Foto: Konczak

Generalintendant Christian Firmbach stellte das Projekt Theaterhafen vor. Foto: Konczak

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