Radfahrer am Herdentorsteinweg in Richtung Innenstadt sollen künftig die Fahrbahn nutzen. Fußgänger haben dann mehr Platz. Foto: Schlie Radfahrer am Herdentorsteinweg in Richtung Innenstadt sollen künftig die Fahrbahn nutzen. Fußgänger haben dann mehr Platz. Foto: Schlie
Verkehrstechnik

Was sich 2018 für Radfahrer und Fußgänger verändert

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Am 1. Januar hat nicht nur ein neues Jahr begonnen, sondern auch ein neuer Bremer Doppelhaushalt. Geplant sind darin auch einige Veränderungen im Stadtverkehr.

Gerade für Fußgänger und Fahrradfahrer bewegt sich in der Bremer Mitte durch neue Spuren und neue Regelungen einiges.

Radfahrer sollen schneller vorankommen: Untersuchungen haben ergeben, dass die Ampelschaltung zwischen der Straße An der Weide und dem Friedenstunnel für Radfahrer ungünstig ist.

Das soll sich ändern, künftig bekommen Radler dort die Chance auf eine grüne Welle – zumindest zu den verkehrswichtigen Zeiten, montags bis samstags von 6 bis 21 Uhr.

Gegenseitige Behinderungen

Auch in der angrenzenden Rembertistraße soll noch mehr als bisher für den Radverkehr getan werden. Bereits seit 2014 ist die Straße eine Fahrradstraße, das heißt, Fahrradfahrer haben Vorfahrt, Autofahrer müssen Rücksicht nehmen. Besonders morgens wird die Strecke gut genutzt – ganze Ströme von Radlern sind dort unterwegs.

An der Kreuzung zum Rembertiring, wo Autofahrer nach rechts in Richtung Bahnhof abbiegen können, kommt es dabei gelegentlich zu gegenseitigen Behinderungen.

Die motorisierten Rechtsabbieger sollen daher künftig ihre eigene Spur bekommen, rechts der heutigen Fahrbahn. Aktuell sind dort noch Fahrradstellplätze untergebracht.

Der Umbau des Straßenabschnitts beginnt im März 2018 und soll möglichst bis Mitte des Jahres beendet sein.

Schutzstreifen auf der Straße

Ein weiterer Punkt der Stadt, an dem die einzelnen Verkehrsteilnehmer neu sortiert werden, ist der Herdentorsteinweg. Auf diesem Weg von Bahnhof Richtung City kann es voll werden – und zwar vor allem auf der sogenannten Nebenanlage, auf der sich Fußgänger und Radfahrer bewegen.

Der Radweg soll daher in Zukunft in Form eines Schutzstreifens auf die Straße verlegt werden.

Die erhoffte Folge: Fußgänger haben mehr Platz und Radfahrer kommen schneller voran.

Damit auch die Fahrbahn nicht über Gebühr belastet wird, sollen Reisebusse ihre Passagiere nicht mehr wie bisher an einer Haltebucht vor dem Swissôtel herauslassen.

Projekt an der Schlachte

Stattdessen wird das Rondell am Hillmannplatz für die Busse angepasst. Die Umbaumaßnahmen beginnen voraussichtlich im Oktober.

Ebenfalls vor allem Fußgänger im Blick hat das Amt für Straßen und Verkehr bei einem Projekt an der Schlachte.

Dank einer Straßeninsel sollen Passanten die Bürgermeister-Smidt-Straße leichter überqueren können, Ost- und Westteil der Schlachte werden so besser miteinander verbunden.

Für den Bau der Mittelinsel fällt die zweite innere Fahrspur weg. Auf der anderen Seite der Bürgermeister-Smidt-Brücke, links der Weser, wird übrigens ebenfalls eine Querungshilfe gebaut, nach dem gleichen Konzept. Die Arbeiten für die Maßnahme sollen noch 2018 beginnen, dauern aber bis 2019.

Konflikte entschärfen

Ein großes Projekt ist der lang- und vielbeschworene Umbau der Discomeile, der 2018 beginnen soll. Dafür soll der rechte Fahrstreifen des Rembertirings rückgebaut werden.

Radfahrer bekommen dort dann einen Weg, der für sie in beiden Richtungen befahrbar ist, außerdem wird der Gehweg verbreitert.

Die Hoffnung ist, dass mit einem breiteren Bürgersteig auch die Konflikte zwischen jugendlichen Partygängern vor den Clubs entschärft werden. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im Herbst 2018.

Insgesamt hat die Bürgerschaft für den Umbau dieses Straßenzugs zwei Millionen Euro bereitgestellt.

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