Der Bundespräsident informiert sich mit seiner Frau über die Historie des Bunker Valentins. Foto: Harm Der Bundespräsident informiert sich mit seiner Frau über die Historie des Bunker Valentins. Foto: Harm
Antrittsbesuch

Bundespräsident besucht Gedenkort Bunker Valentin

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute gemeinsam mit seiner Frau den Bremer Norden besucht. Auf seiner Tour besuchte er unter anderem den Denkort Bunker Valentin in Farge.

Um 10.20 Uhr rollte die Kolonne auf das Gelände des Denkorts Bunker Valentin und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stieg gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender aus seinem Dienstwagen. Begrüßt wurden sie von Thomas Köcher, dem Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung. Neben Bürgermeister Carsten Sieling waren unter anderem auch Blumenthals Ortsamtsleiter Peter Nowack und Ute Reimers-Bruns, Sprecherin des Blumenthaler Beirats, bei dem Besuch dabei.

Anschließend führte Köcher den Bundespräsidenten über das Gelände und ging auf die Historie des U-Boot-Bunkers ein, der von 1943 bis März 1945 unter Einsatz von Zwangsarbeitern errichtet worden ist. Die Arbeiter kamen aus ganz Europa und waren Zivilarbeiter ebenso wie Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge. Mehr als 1.100 von ihnen kamen während der Bauarbeiten ums Leben – durch Unterernährung, Krankheiten und willkürliche Tötungen.

An der ehemaligen Betonmischanlage traf Steinmeier auf zwei Schülerinnen, die den historischen Ort näher erläuterten. Die beiden Mädchen sind Juniorguides – ein Schülerprojekt, das am Denkort realisiert wird. Nach dem Rundgang folgte in Gedenken an die Opfer des Bunkerbaus eine Kranzniederlegung am Mahnmal „Vernichtung durch Arbeit“. 

Das Interesse der Medien am Beusch von Frank-Walter Steinemier war groß. Foto: Harm

Das Interesse der Medien am Beusch von Frank-Walter Steinemier war groß. Foto: Harm

Gedenkort Bunker Valentin sei europäischer Erinnerungsort

„Ich bin froh zu sehen, dass auch Schülerinnen und Schüler eingebunden sind in die Erinnerungsarbeit und Gleichaltrigen vermitteln, was an diesem Ort geschehen ist“, lobte Steinermeier abschließend das Schülerprojekt. Er würdigte den Gedenkort zudem als europäischen Erinnerungsort. „Ich bin froh, dass wir auch diesen Ort gesehen haben. Auch er gehört zur Vielfalt Bremens, die wir sehen wollten“, sagte Steinmeier kurz vor Ende seines Besuchs in Bremen-Nord.

Am Ende des Rundgangs legten Bürgermeister Carsten Sieling und der Bundespräsident jeweils einen Kranz am Mahnmal vor dem Denkort nieder. Foto: Harm

Am Ende des Rundgangs folgte eine Kranzniederlegung am Mahnmal vor dem Denkort nieder. Foto: Harm

Einige Anwohner ließen es sich nicht nehmen, den Bundespräsidenten live zu sehen und harrten trotz der Minusgrade vor dem Gedenkort aus, um einen Blick zu erhaschen. Gegen 12 Uhr machte sich Steinmeier auf nach Bremerhaven. Sein Antrittsbesuch im Land Bremen endet heute Nachmittag mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Bremerhaven.

 

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