Die Umgestaltung des Haven Höövt-Areals findet auf privatem Grund statt. Aufgrund der hohen städtebaulichen Bedeutung wollen die Planer aber ein transparentes Verfahren und die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten. Foto: av Die Umgestaltung des Haven Höövt-Areals findet auf privatem Grund statt. Aufgrund der hohen städtebaulichen Bedeutung wollen die Planer aber ein transparentes Verfahren und die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten. Foto: av
Vegesack

Haven Höövt-Areal: Wettbewerbsverfahren beginnt

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Diese Woche beginnt das Wettbewerbsverfahren für das Haven Höövt-Gelände. Konkret: Fünf Büros bringen ihre Ideen für den vorderen Wohnbereich ein. Die Anforderung: ein modernes Stadtquartier schaffen.

Architekt Bastian Wieland kam mit guten Nachrichten in den Vegesacker Beirat in dieser Woche: Die Architektenkammer hatte wenige Stunden zuvor das Wettbewerbsverfahren für den Wohnbereich auf dem Haven Höövt-Grundstück gelistet – nächste Woche wird dieses offiziell eröffnet.

Guten Mutes stellten Wieland und Projektentwickler Max Zeitz von Wesbau sowie Vertreter des Bauamts Bremen-Nord die Pläne der Haven Höövt Projektentwicklungsgesellschaft vor: Fünf Büros, drei aus Bremen, sowie jeweils eines aus Hamburg und Oldenburg, werden an dem Wettbewerb teilnehmen. Die Auftaktveranstaltung findet Ende Februar in Vegesack statt, damit die Teilnehmer „Ortsluft schnuppern können“; die Schlusspräsentationen werden Ende Juni einer Fachjury vorgestellt. Im April wird es einen Zwischenstand geben.

Bis dahin haben die Teilnehmer Zeit, das vordere Areal im Sinne des Wohnvorhabens mit Ideen zu beplanen und zwar im Stile einer „urbanen Gebietstypik“. Der Architekt, der gewinnt, erhält auch das Auftragsversprechen, sagt Wieland. Von den Büros wird erwartet, dass sie nicht nur die Aufgaben abarbeiten, sondern eine Verbindung zum gesamtem Areal schaffen und einen Imagewechsel vollziehen können.

Planen und bauen auf 900 Pfählen

„Wir müssen ein lebhaftes Stadtquartier schaffen“, sagte Zeitz. In diesem sollen auch Einrichtungen für die Öffentlichkeit unterkommen. Ob es sich dabei um eine Polizeistation, Ärzte, eine Pflegeeinrichtung oder Kita handelt, stehe aber noch nicht fest.

Zwischen 150 und 180 Mietwohnungen für das gesamte Bevölkerungsspektrum sollen entstehen, verteilt auf mehrere Baukörper. Maximal fünf Geschosse pro Gebäude sind möglich. Die Planer stehen vor vielfältigen Herausforderungen: Zum einen sind die statischen Voraussetzungen durch die 900 Pfähle vorgegeben, auf denen das Areal errichtet worden ist. Zum anderen müssen die Öl-Altlasten und die Hochwasserschutzlinie beachtet werden.

Der Forderung vieler Beiratsmitglieder, aus der Vergangenheit zu lernen und die Bevölkerung rechtzeitig zu beteiligen, wollen die Projektentwickler und das Bauamt Bremen-Nord nachkommen. Von vornherein sei ein transparentes Verfahren geplant. „Je höher die Akzeptanz der Vegesacker ist, desto erfolgreicher ist auch das Projekt“, sagte Wieland. Auch die 25-Prozent-Quote für den sozialen Wohnungsbau soll erfüllt und „intelligent geplant“ werden, sagt Zeitz.

Mietverträge für durchschnittlich zehn Jahre

Er stellte dem Beirat auch die bisherigen Planungen für das restliche Areal vor: Demnach wird im hinteren Handelsteil Kaufland einziehen und damit Marktkauf ablösen. Der Mietvertrag mit Kaufland läuft laut Zeitz über 15 Jahre. Von den übrigen 23 Verkaufsflächen befinden sich 15 derzeit in der Vertragsabwicklung, darunter viele „alte Bekannte“, die auch jetzt schon vor Ort sind.

Im Schnitt betragen die Laufzeiten der Mietverträge zehn Jahre. „Das ist eine stabile Situation“, sagte Zeitz. Martkauf habe am 30. März seinen letzten Verkaufstag. Bis Ende dieses Jahres soll die sogenannte Revitalisierung abgeschlossen sein. In Sachen Elektronikmarkt lies Zeitz durchblicken, dass man sich „auf einem guten Weg“ befinde.

Im Beschluss, der einstimmig angenommen worden ist, bat der Beirat darum, ein bis zwei Vertreter zu entsenden, um das Verfahren zu begleiten. Zudem soll im März 2018 eine vorgezogene Bürgerbeteiligung stattfinden.

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