Diese Yorkshire-Mix-Dame wurde in Deichhorst ausgesetzt. Zurzeit wird sie auf dem Tierschutzhof aufgepäppelt. Sie kann noch nicht vermittelt werden. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.Foto: TSV Diese Yorkshire-Mix-Dame wurde in Schillbrok ausgesetzt. Zurzeit wird sie auf dem Tierschutzhof aufgepäppelt. Sie kann noch nicht vermittelt werden. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Foto: TSV
Tierschutz

Kleine Hündin tief im Schillbrok-Wald ausgesetzt

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Tief in einem Wald im Schillbrok in Delmenhorst wurde am Montagnachmittag eine kleine Yorkshire-Mix-Dame gefunden. Das Tier wurde dort ganz offensichtlich herzlos mit seiner Leine an einen Baum gebunden.

Nur durch einen glücklichen Zufall wurde die kleine Hündin, die ohne Futter, Wasser oder eine wärmende Decke zurückgelassen wurde, von einem aufmerksamen Anwohner entdeckt. 

Der Anruf des Mannes erreichte die Tierschützer des Tierschutzvereins (TSV)  am Montag in den Nachmittagsstunden. Der Nachbar hatte im angrenzenden Waldstück ein Bellen gehört und das Areal daraufhin untersucht. Tief im Dickicht an einen Baum angebunden fand er schließlich die kleine Yorkshire-Mix Dame. „Wir waren total schockiert. Unser Hof befindet sich schließlich nur wenige hundert Meter entfernt”, sagt Nadine Wessollek, Leiterin des Tierschutzhofs Am Schillbrok 5. „Wenn sie nicht gefunden worden wäre, dann wäre sie nachts vermutlich erfroren.“

Die Hündin war verstört und ängstlich

Wie lange die Hündin dort schon angebunden war, kann man nicht mehr nachvollziehen. “Sie war verstört und ängstlich, ließ sich aber nach einiger Zeit von uns an der Leine auf das Tierheimgelände begleiten”, erläutert Wessollek. Dort sei die kleine Hundedame erstmal in einen beheizten Zwinger gekommen und ausreichend versorgt worden.

Der Tierarzt hat bei dem Vierbeiner eine Blasenentzündung festgestellt und das Alter der Hündin auf zirka zwei Jahre geschätzt. Das Tier ist nicht gekennzeichnet. Sie hat einen auffälligen Unterbiss und beherrscht keinerlei Grundkommandos. Sie trug ein rotes Hundegeschirr und eine schwarze Leine mit weißen Streifen.

“Die Fundstelle war von der Straße nicht einsehbar, deshalb gehen wir davon aus, dass der Hund nicht gefunden werden sollte”, erklärt Wessollek. Da das Aussetzen einen Tieres kein Kavaliersdelikt sei, habe der Tierschutzverein Delmenhorst Anzeige bei der Polizei erstattet. „Wir wissen, dass oft menschliche Schicksale hinter solchen Taten stecken, können es aber auf keinen Fall tolerieren, wenn Tiere ausgesetzt werden“, betont die Tierheimleiterin. „Daher appellieren wir daran, sich in jedem Fall mit uns in Verbindung zu setzen, sollte man nicht mehr in der Lage sein, sich um sein Tier zu kümmern. Wir finden immer eine vernünftige Lösung für Tier und Mensch.“

Chuchu wird zurzeit noch nicht vermittelt

Zunächst soll die kleine Chuchu – so wurde sie getauft – auf dem Hof bleiben und aufgepäppelt werden. Aus diesem Grund bittet der TSV derzeit von Vermittlungsanfragen abzusehen.

Wer jedoch Angaben zum Halter machen kann, sollte sich gerne auf dem Hof oder bei der Polizei melden. “Die Resonanz in den sozialen Medien ist derzeit sehr groß, so dass Hoffnung besteht den Halter zu ermitteln”, versichert Wessollek.

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