2017 war für Feuerwehr bisher einsatzstärkstes Jahr -
Zahlreiche Beförderungen nahm Ortsbtrandmeister Olav Heese (rechts) während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck vor. Foto: Möller Zahlreiche Beförderungen nahm Ortsbtrandmeister Olav Heese (rechts) während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck vor. Foto: Möller
Wehr blickt zurück

2017 war für Feuerwehr bisher einsatzstärkstes Jahr

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Beförderungen, Ehrungen und Nachwahlen für den Vorstand standen Freitagabend im Vordergrund der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck.

Die ehrenamtlichen Lebensretter der Freiwilligen Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck wurden 2017 zu 231 Einsätzen gerufen. Im Jahr davor waren es knapp 100 Alarmierungen weniger.

Ortsbrandmeister Olav Heese konkretisierte Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung der Ortswehr das steigende Einsatzgeschehen: Es wurde 2017 zu 48 Brandeinsätzen ausgerückt und zu 151 Hilfeleistungen geeilt, in 32 Fällen lag ein Fehlalarm vor. Gleich mehrere Unwetter in Sommer und Herbst führten in besonderem Maße dazu, dass 2017 als das bislang einsatzstärkste Jahr in die Analen eingehen wird.

Unwetter tragen zur Erhöhung der Einsatzzahlen bei

Das Einsatzgeschehen reichte von leer zu pumpenden Kellern, umgestürtzten Bäumen, einer Räumung eines Kinos über Löscheinsätze bei Wohnhausbränden und der letztendlich vergeblichen Brandbekämpfung eines Tankstellengebäudes in Heilshorn im vergangenen Mai. Der Polizei musste Amtshilfe geleistet werden, als dort  eine Handfessel nicht geöffnet werden konnte und technische Hilfe gefragt war. Ebenfalls im Mai sicherte man den Schauplatz einer Gewalttat gegen Gaffer ab und im November galt es ein Warenhaus am Pumpelberg wegen Rauchentwicklung zu evakuieren. Am vorletzten Tag des Jahres war ein Großbrand an der Bördestraße zu verzeichnen.

Zum Jahreswechsel zählte die Feuerwehr der Kernstadt 98 Kameradinnen und Kameraden, davon 61 aktive Einsatzkräfte, 17 Nachwuchskräfte in der Jugendfeuerwehr sowie 20 Angehörige der Altersabteilung.

Anforderungen an Feuerwehrarbeit gestiegen

Die Anforderungen an die Feuerwehrarbeit würden ständig zunehmen, nicht nur quantitativ. Heese betonte die gute Weiterqualifizierung, im zurückliegenden Jahr wurde zu 67 Ausbildungsdiensten geladen und es gab drei Tagesseminare zur intensiven Ausbildung.

Marie Jordan als stellvertretende Bürgermeisterin, Michael Dirschauer als stellvertretender Stadtbrandmeister, Bettina Preißner als zuständige Dezernentin für die Stadtverwaltung und Ortsbrandmeister Olav Heese (von rechts) ehrten Freitagabend im Ratssaal die gerade beförderten Feuerwehrfrauen und -männer. Foto: Möller

Marie Jordan als stellvertretende Bürgermeisterin, Michael Dirschauer als stellvertretender Stadtbrandmeister, Bettina Preißner als zuständige Dezernentin für die Stadtverwaltung und Ortsbrandmeister Olav Heese (von rechts) ehrten Freitagabend im Ratssaal die gerade beförderten Feuerwehrfrauen und -männer. Foto: Möller

Die Feuerwehr ernannte ihr Mitglied Helmut Steen nach Überführung in die Altersabteilung zum Ehrenmitglied. Adrian Dybek, Sascha Gerkens, Karim Housseini, Daniel Schmidt, Justin Teichmann und Marco Vuzem wurden von Anwärtern zu Feuerwehrmännern befördert. Nils Wilkens, Dominik Wolter und Alexa Gerdes beförderte man zu Oberfeuerwehrleuten, Isabelle Heese, Anne Rhea Neckermann und Raphael Winkelmann wurden Hauptfeuerwehrleute, Melanie Borchers und Tim Sobottka Erste Hauptfeuerwehrleute, Dennis Vogel Oberlöschmeister, Torsten Diegner Hauptlöschmeister und Tilmann Behrens Oberbrandmeister.

Nachwahlen für den Feuerwehr-Vorstand

Neu besetzt wurden auch einige Vorstandspositionen. So wurde Torsten Diegner in seinem Amt als Jugendfeuerwehrwart bestätigt. Als seine Stellvertreter wurden Nico Rugen und Mirco Ruthemeier wiedergewählt. Als Kassenprüfer bestimmte die Versammlung Sascha Gerkens. Schriftführer bleibt Marcus Schilling, zu seinem Stellvertreter wurde erneut Nico Rugen. Neuer Gerätewart für Atemschutz ist Lars Howald, er löst Heiko Bartsch ab, der diese Funktion 20 Jahre lang bekleidet hatte. Als Funkwart wurde Marius Blume im Amt bestätigt.

Dank im Namen von Rat und Verwaltung sprach Marie Jordan als stellvertretende Bürgermeisterin der Kreisstadt aus. Man könne als Bürgerin und Bürger der Stadt froh sein, dass es Menschen gibt, sich sich ehrenamtlich für die Belange anderer einsetzen. Für das Rathaus betonte Osterholz-Scharmbecks Erste Stadträtin Bettina Preißner, dass nach Aufstellung des Feuerwehrbedarfsplans kontinuierlich dafür gesorgt werden könne, der Arbeit der Feuerwehren die notwendigen Mittel für Investitionen bereitzustellen. 350.000 Euro würden jedes Jahr für die Anschaffung von Fahrzeugen abrufbar sein. Im Haushalt der Stadt machten die Anschaffungen für die Feuerwehren rund zehn Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens aus. Auf diese Weise könne das vom Rat beschlossene Schutzziel erreicht werden, dass die Rettungskräfte in 80 Prozent aller Fälle nach spätenstens acht Minuten ihren Einsatzort erreichen.

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