Bremens Fahrradquartier in der Alten Neustadt. Grafik: ASV Das Bremer Fahrradmodellquartier in der Alten Neustadt ist mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet worden. Karte: SUBV
Neustadt

Deutscher Fahrradpreis 2018 geht nach Bremen

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Das Bremer Fahrradmodellquartier wurde in Berlin mit dem Fahrradpreis 2018 ausgezeichnet. Das Projekt von Hochschule Bremen, ADFC und dem Verkehrsressort setzte sich bei der 18. Verleihung durch.

„Wir sind überglücklich zusammen mit unseren Projektpartnern diese Ehrung zu erhalten“, sagt Sven Eckert, Geschäftsführer des ADFC Bremen. „Deutschlands erste umfassende Fahrradzone entsteht in der Bremer Neustadt. Mit diesem Projekt nehmen wir endlich wieder eine bundesweite Vorreiterrolle in Sachen Fahrrad ein. Wir freuen uns, dass die Jury das ebenso sieht.“

Der Deutsche Fahrradpreis ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland. Die eingereichten Beiträge dienen als Vorbild und Anregung für weitere Projekte und Maßnahmen der Radverkehrsförderung. So soll das Image des Fahrrads in der Öffentlichkeit aufgewertet und mehr Menschen in Deutschland zum Fahrradfahren zu bewegt werden.

Förderung aus Bundesmitteln

Das Bremer Projekt in der Alten Neustadt wurde gemeinsam vom ADFC Bremen und der Hochschule Bremen initiiert und zusammen mit dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr beantragt. Im März 2017 stellte das Bundesumweltministerium 2,4 Millionen Euro aus dem Klimaschutzfonds für die Errichtung des Fahrradmodellquartiers in der Alten Neustadt zur Verfügung.

Baubeginn war im November 2017. Innerhalb von zwei Jahren soll zwischen Osterstraße,Westerstraße, Langemarckstraße und den Wallanlagen ein durchgehendes Netz an Fahrradstraßen entstehen sowie viele weitere Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs umgesetzt werden.

Zahlreiche Maßnahmen umsetzen

Dazu zählen unter anderem die Einrichtung von Querungsmöglichkeiten an Hauptstraßen, die Asphaltierung von derzeitigen Kopfsteinpflaster-Belägen, der Bau eines Repair Cafés an der Hochschule Bremen sowie die Errichtung von Abstellplätzen und einer Pedelec-Aufladestation.

„Gerade angesichts drohender Diesel-Fahrverbote ist diese Auszeichnung ein deutliches Zeichen für umfassende, umweltfreundliche Infrastruktur-Projekte, die zu einer Verbesserung unserer Luft- und Lebensqualität beitragen.“, sagt Eckert.

„Es wird Zeit, dass sich Städte vom Konzept der autogerechten Stadt lösen und das Potenzial in nachhaltiger Mobilität erkennen. Nur durch weniger Abgase, Lärm und Unfälle und mehr Sicherheit und Platz können wir lebenswerte Städte schaffen. Das Fahrrad spielt hierbei eine zentrale Rolle.“

 

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