„Viele Kunden sind zunächst überrascht, dass die Sachen in meinen Regalen so schick sind“, sagt Sonja Stellmann. Bei ihr gibt es Designermode aus fairer Produktion. Fotos: Lohmann
Nachhaltigkeit

Grüne Mode in der Hansestadt: Schick, aber fair

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Zu teuer, zu selten, zu öko: Nachhaltige Mode hat immer noch häufig mit Vorurteilen zu kämpfen. Doch die Zeiten von Ökosandalen und Leinengewändern sind vorbei. Bremer Einzelhändler setzen auf die facettenreiche Kleidung

Von Insa Lohmann

Fair gehandelte und produzierte Kleidung ist auf dem Vormarsch. Das weiß auch Sonja Stellmann, die seit Dezember 2017 ein Geschäft für faire Bio-Mode in der Bremer Innenstadt betreibt. Die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau setzt mit ihrer Ecoture-Boutique vor allem auf Designermode statt Massenproduktion.

„Viele Kunden sind zunächst überrascht, dass die Sachen in meinen Regalen so schick sind“, sagt Stellmann. Dass sich ökologische Kleidung heute optisch kaum von konventioneller Mode unterscheide, sei noch nicht bei allen angekommen

„Mir ist wichtig, dass die Sachen zertifiziert sind“, sagt die Unternehmerin. Deswegen finden sich in den Regalen von Ecoture vor allem Kleidungsstücke aus ökologischer und fairer Produktion. Sonja Stellmann achtet bei ihren Marken auf Zertifizierungen wie das Fairtrade- und das Global Organic Textile Standard-Siegel, das als weltweit führender Standard für die Verarbeitung biologisch hergestellter Textilien gilt.

„Die Menschen kaufen bewusster ein“

„Aber die Kleidung muss auch businesstauglich sein“, findet die Ecoture-Geschäftsführerin, die zuvor einige Jahre als Kundenbetreuerin bei einem Textilgroßhandel gearbeitet hat. Irgendwann wuchsen jedoch ihre Zweifel an den konventionellen Produktionsbedingungen und die gebürtige Niedersächsin fasste den Entschluss, ein Geschäft für Bio-Mode zu eröffnen – zunächst in Vegesack, nun auch im Citylab.

Damit trifft die Unternehmerin einen aktuellen Nerv: Vor allem in ihrer Boutique in der Bremer Innenstadt werde sie zunehmend auf die Herkunft und die Produktionsbedingungen ihrer Labels angesprochen. „Die Menschen kaufen bewusster ein“, sagt Stellmann.

Design und natürliche Materialien

Auch für Sabrina Beckmann gehören Design und natürliche Materialien zusammen. In ihrem Geschäft Stadt Land Kids finden Kunden Baby- und Kinderbekleidung verschiedener Marken, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben.

Bei Stadt Land Kids finden Kunden Baby- und Kinderbekleidung verschiedener Marken, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So sind die bunten Jacken des englischen Kids-Modelabels Frugi beispielsweise aus recyceltem Polyester (PET-Flaschen) gefertigt. „Trotzdem zu 100 Prozent wasserdicht“, sagt die Inhaberin, die seit Oktober 2017 mit ihrem Fachgeschäft in der Bremer Innenstadt ansässig ist.

“Unterschied in der Qualität“

Beckmann, selbst Mutter einer Tochter, suchte einst nach Alternativen zur konventionell hergestellten Baby- und Kinderbekleidung. Bei der Auswahl ihres Angebots setzt die Unternehmerin auf Marken, die nachhaltig produzieren und dabei auf jegliche Chemikalien verzichten.

Viele der Pullis, Hosen, Kleider, Jacken und Schuhe bei Stadt Land Kids sind aus biologischer Baumwolle hergestellt und tragen den Global Organic Textile Standard. „Darauf achten viele Kunden“, sagt Beckmann. Generell sei der Bedarf nach zertifizierter Baby- und Kinderbekleidung gestiegen: „Die Kunden merken einfach den Unterschied in der Qualität.“

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