Airbus kämpft mit problematischer Auftragslage. Foto: Schlie
Bremer Arbeitsplätze

Airbus Bremen: 300 Stellen in Gefahr

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300 Airbus-Mitarbeiter in Bremen zittern um ihre Jobs. Sie könnten eventuell von Stellenkürzungen, oder auch -verlagerungen betroffen sein. Das gab Airbus auf einer Betriebsratsitzung am Donnerstag bekannt.

Die problematische Auftragslage der Airbus-Maschinen A380, einem riesigen Passagierflieger, und dem Militärtransporter A400M wirkt sich auch auf die Mitarbeiter des Bremer Standortes aus. 

„Stellenkürzungen sind laut Airbus allerdings das worst-case-Szenario“, sagt Ute Buggeln, Geschäftsführerin der IG Metall Bremen. Dies würde eintreten, sollte die Auftragslage noch schlechter werden. 

„Dann seien die 300 Stellen über“, sagt Ute Buggeln. Die Mitarbeiter auf der Betriebsratversammlung hätten die Nachricht relativ gelassen aufgenommen. Eine mögliche Option sei für Airbus auch, über Standortverlagerungen nachzudenken. In Bremen sind etwa 3.000 Mitarbeiter bei Airbus tätig. 

1.900 Stellen in Deutschland betroffen

„Allerdings könnte es für die Angestellten möglicherweise auch nach Stade oder nach Hamburg gehen“, sagt Buggeln. Dies wolle man im Falle von Veränderungen aber möglichst vermeiden. „Wenn etwas passiert, dann am Standort“, fordert Buggeln. Ihr Vorschlag: Arbeitspakete von externen Unternehmen in den Airbus-Konzern zurückholen, um mehr Arbeit zu schaffen.  

Aber: Was tatsächlich mit den 300 Jobs in Bremen geschehen soll,  Stellenabbau oder Verlagerungen, dies sei laut Buggeln „überhaupt nicht klar.“ Man sei mit dem Flugunternehmen im Gespräch. Eventuell könne es im Sommer konkreter werden, sagt Buggeln. 

Weltweit sind bei Airbus 3.700 Stellen betroffen, davon 1.900 an deutschen Standorten. 

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