Stellten Dienstagnachmittag die polizeiliche Kriminalstatistik für 2017 vor: Fabian Bernert (von links), Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, Lars Röben, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes Osterholz, Antje Schlichtmann, Leiterin des Polizeikommissariats Osterholz, Michael Moje von der Analysestelle der Inspektion und Inspektionsleiter Uwe Jordan. Foto: Bosse Stellten Dienstagnachmittag die polizeiliche Kriminalstatistik für 2017 vor: Fabian Bernert (von links), Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, Lars Röben, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes Osterholz, Antje Schlichtmann, Leiterin des Polizeikommissariats Osterholz, Michael Moje von der Analysestelle der Inspektion und Inspektionsleiter Uwe Jordan. Foto: Bosse
Kriminalstatistik

32 Prozent weniger Einbrüche im Landkreis Osterholz

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Um 32 Prozent sind die Einbruchszahlen im Landkreis Osterholz 2017 zurückgegangen. Dennoch werde man am Ball bleiben, betonte Uwe Jordan, Leiter der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, am Dienstag.

„Die­se Zahlen waren auch für uns selbst überraschend positiv“, konnte Uwe Jordan, Leiter der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, seine Freude über die Erfolge seiner Beamten nur schwer verbergen. Am Dienstagnachmittag stellte er gemeinsam mit den Führungskräften aus Inspektion und Kommissariat die polizeiliche Kriminalstatistik 2017 vor.

Dabei überragt eine Aussage alle anderen: Im Landkreis Osterholz ging die Zahl der Einbrüche im abgelaufenen Jahr von 420 Taten in 2016 auf nunmehr 284 Delikte und damit um 32,38 Prozent zurück. „Das ist kein Grund zum Feiern, denn die Zahlen sind immer noch hoch und wir werden uns nicht darauf ausruhen“, so der Inspektionsleiter betont zurückhaltend.

Weiterhin intensive Ermittlungsarbeit

Dennoch war ihm und seinen Kollegen die Freude über die Eindämmung der Einbrüche deutlich anzumerken. Fabian Bernert, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, etwa, sprach im Rahmen der Powerpoint-Präsentation von der „Endlich-Folie. Endlich sinken die Zahlen.“

Die Polizeiführung begründet die Erfolge – die Aufklärungsquote lag übrigens bei 44,01 Prozent – unter anderem mit seit einigen Jahren intensivierten Ermittlungen und Präventionsbemühungen. So werde die zentrale Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstähle auch weiterhin Bestand haben. „Der Bär ist noch nicht erlegt“, mahnte Uwe Jordan vor allzu großer Euphorie.

Delikte verlagern sich ins Internet

Er ist überzeugt, die Täter verlagerten ihre „Geschäfte“ mehr und mehr von Einbrüchen hin zum Internet. „Die Menschen lagern immer weniger Wertgegenstände zu Hause. Außerdem sind Fenster und Türen immer besser gesichert.“

Stattdessen müsse man in Zukunft von einem wachsenden Sektor der so genannten Cyberkriminalität sowie „Straftaten zum Nachteil älterer Menschen“ ausgehen. Der berüchtigte Enkeltrick sei nur ein Beispiel dafür, der demographische Wandel in der Bevölkerung ein unterstützender Faktor.

Alles in allem waren im abgelaufenen Jahr im Landkreis Osterholz mit 5.374 Straftaten insgesamt 644 Taten weniger zu verzeichnen als im Vorjahr, damit wurde ein neuer Tiefststand erreicht. Die Aufklärungsquote ist dabei um 3,69 Prozentpunkte auf nunmehr 62,50 Prozent angestiegen.

Einzeltäter agieren aggressiv gegenüber Beamten

Leichte Bauchschmerzen bereitet Inspektionsleiter Uwe Jordan die zunehmende Aggressivität den Beamten gegenüber. In der Bevölkerung sei die Akzeptanz gegenüber der Polizei nach wie vor groß, Einzeltäter aber schreckten auch nicht vor Auseinandersetzungen zurück.

„Ein Streifenpolizist muss sich heute bestimmt ein bis fünf Mal im Jahr auf der Straße wälzen. Körperlich angegangen und angespuckt zu werden, verarbeitet man nicht ohne Weiteres“, verdeutlichte Jordan.

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