Thomas Müller im Kopfballduell Foto: Nordphoto Kopfballduell zwischen Thomas Müller (rechts) und Spaniens Dani Carvajal Foto: Nordphoto
Nationalmannschaft

Schwindelerregender Fußball im Weltmeister-Duell

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Deutschland und Spanien trennen sich in einem Testspiel mit 1:1 und bestätigen ihre Ambitionen bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Am Dienstag testet Bundestrainer Jogi Löw mit seiner Mannschaft in Berlin gegen Brasilien.

„Best never rest“ – die Besten ruhen niemals aus. Unter diesem Motto geht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Mission Titelverteidigung bei der Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) an. 83 Tage vor dem Anpfiff des Spektakels bewiesen die DFB-Kicker bei in Düsseldorf gegen Spanien, dass sie ihrem Slogan auch in einem Testspiel Taten folgen lassen.

Beim 1:1 erlebten die 50.600 Zuschauer in der ausverkauften Esprit Arena eine Begegnung auf hohem Niveau und weiteren hochkarätigen Torchancen. Die Gastgeber steckten den frühen Rückstand problemlos weg und kamen durch Thomas Müllers wunderschönen Distanzschuss in den linken oberen Winkel zum verdienten Ausgleich.

Fünf Neue gegen Brasilien

Nach dem Test ist für die Jungs von Bundestrainer Joachim Löw in diesen Tagen gleichzeitig vor dem Test. Im WM-Countdown wartet am Dienstagabend nämlich Brasilien (20.45 Uhr/ZDF). Der Bundestrainer bringt im Duell mit dem Rekordweltmeister in Berlin mindestens fünf neue Spieler.

Löw muss die Weltmeister Thomas Müller und Mesut Özil ersetzen, die er noch in der Nacht auf Samstag nach dem 1:1 (1:1) gegen Spanien wie zuvor abgesprochen nach Hause schickte. Mit Sami Khedira (Rückenprobleme) bekommt ein weiterer Held von Rio eine Pause, dessen Platz im defensiven Mittelfeld Ilkay Gündogan einnehmen wird.

Bekanntgabe des WM-Aufgebots erst im Mai

„Ich plane, dass Marvin Plattenhardt in Berlin spielt“, sagte Löw am Freitag. „Zudem denke ich, dass Ilkay von Anfang an spielen wird, Leroy Sane auch. Drei Wechsel habe ich auf jeden Fall.“ Dazu kommen die von Müller und Özil.Gegen Spanien hatte hinten links Jonas Hector (1. FC Köln) verteidigt, der Plattenhardt (Hertha BSC) weichen wird. Sane (Manchester City) wird wohl links offensiv für Julian Draxler (Paris St. Germain) spielen.
Für Löw ist Brasilien, das am Freitag seine Test gegen WM-Gastgeber Russland auch ohne Superstar Neymar locker mit 2:0 gewann, der letzte Prüfstein vor der Nominierung seines vorläufigen WM-Kaders. Der Bundestrainer benennt sein Aufgebot am 15. Mai in Dortmund.

Deutschland wie ein Ballett

Ein guter Gradmesser der Qualität dieser Partie sind sicherlich die Pressestimmen aus Spanien. So schreibt ABC: „Iniesta erschafft das Führungstor mit der Präzision eines Doktors. Dann reißt Deutschland das Spiel an sich, aber nicht mit dem Ruck eines Panzers. Deutschland hat Spaniens Stil gestohlen. Joachim Löw schien eine Ballettprüfung anzuleiten. Deutschland ist Weltmeister und tritt auch so auf.“

AS findet: „Auf der Höhe des Weltmeisters. Die beiden letzten Weltmeister haben ihre Bewerbung für einen weiteren Stern in Russland eingereicht. Der spanische Kreisel war fantastisch. Deutschland ist der große WM-Favorit.“

Faszinierender Fußball

El Mundo legt nach: „Unentschieden zwischen Weltmeistern. Deutschland und Spanien zeigen eine großartige, schwindelerregende Fußball-Nacht, in der alle gewinnen. Es war ein fantastisches Fußballspiel. Spanien war groß. Doch die Mannschaft von Löw spielte einen faszinierenden Fußball.“
Ein Jahr lang hatte Thomas Müllers Durststecke im Nationaltrikot gedauert. Nun, mit seinem 38. Länderspieltreffer im 90. Spiel hat er Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff in der ewigen Torjägerliste des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) überflügelt, ist nun alleiniger Zehnter.

Trotz großer Konkurrenz im Offensivbereich ist Müller bei Löw gesetzt. „Das Tor war super gemacht, ein klasse Schuss. Thomas macht immer wichtige Tore“, betonte Löw.

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