Personal von allen beteiligten Kindertagesstätten trafen sich am Donnertag zu einer weiteren Schulung im Umgang mit den Tablets bei der Lebenshilfe. Foto: Konczak Personal von allen beteiligten Kindertagesstätten trafen sich am Donnertag zu einer weiteren Schulung im Umgang mit den Tablets bei der Lebenshilfe. Foto: Konczak
Sprachförderung

Mobiles Lernen wird ausgeweitet

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Das Projekt „Mobiles Lernen mit Tablets in Kindertagesstätten wird fortgeführt und ausgeweitet. Mittlerweile beteiligen sich 22 Delmenhorster Kitas daran. Die Mini-PCs unterstützen nicht nur die Sprachförderung.

„Mit einer der Apps können die Kinder spielerisch ein Buch anfertigen. Dafür fotografieren wir mit dem Tablet beispielsweise Abbildungen aus einem Buch oder machen Fotos bei Ausflügen und lassen die Kinder später etwas dazu erzählen“, berichtet Gaby Bavendieck, die für die Sprachförderung in der Kita Süd zuständig ist. Auch Gefühle würden sich so manchmal leichter darstellen lassen. „Man kann sehen, wie viel Spaß es den Kindern macht, sich gegenseitig zu filmen und die Ergebnisse nachher zu zeigen und zu wiederholen“, ergänzt sie.

17.000 Euro kommen vom Lions Club

Darüber hinaus erleichtern die Geräte auch die Kommunikation mit den Eltern. „Wir können ihnen zeigen, was in der Kita gemacht wird und wie ihr Nachwuchs darauf reagiert. Das hat auch im Umgang mit Geflüchteten Vorteile, die befürchten, dass ihre Kinder ohne Sprachkenntnisse isoliert sind. Denn die Tablets verfügen über eine Übersetzungsfunktionen“, erklärt Dr. Edith Aschenbrenner von der Lebenshilfe. Somit würden die Tablets nicht nur zur Sprachförderung beitragen, sondern auch zur Integration und zur Stärkung der sozialen Kompetenz der Kinder.

Die Modellphase des Projektes „Mobiles Lernen mit Tablets in Kindertagesstätten“ startete im Mai 2017 in der Kita Süd. Mittlerweile beteiligen sich 22 Einrichtungen an dem Programm. Insgesamt 35 Tablets wurden angeschafft. Der Lions Club Delmenhorst-Burggraf förderte das Projekt bislang großzügig mit 17.000 Euro.

Regelmäßige Schulungen für das Kita-Personal

Auch das Land Niedersachsen und die Stadt Delmenhorst unterstützen das Projekt. Dadurch berät und schult mehrmals im Jahr Nils Lion, Fachberater für Mobiles Lernen der Lebenshilfe die Erzieherinnen beim Umgang mit den Tablets. Er kennt auch passende pädagogische Apps.

Angst, dass die Kleinen nun nur noch vor den Geräten sitzen, müsse man nicht haben. „Die Mini-PCs werden nicht anstelle von Büchern, sondern als Ergänzung eingesetzt. Der Wortschatz der Kinder wird spielerisch erweitert, da die Geräte visuell und auditiv arbeiten“, sagt Aschenbrenner.

Visuell und auditiv arbeiten

Auch in der Katenkamp-Schule bei der Arbeit mit stark beeinträchtigten Heranwachsenden zeigen sich die Vorteile der Tablets. „Kinder die bisher keine Sprache hatten, bekommen dadurch ein Instrument, um sich mitzuteilen“, betont Aschenbrenner.

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