"Nach dem Öffnen des Containers lagen die mit Kokain gefüllten Taschen direkt an der Tür." Quelle: Zoll Zusatz: Das Bildmaterial wurde aus steuerrechtlichen Gründen vom Zoll bearbeitet Im März 2018 fanden die Zollfahnder Kokain im Wert von sieben Millionen Euro, versteckt in Bananenkisten. Foto: Zoll
Land Bremen

Kokain und Schwarzarbeit: Bremer Zoll zieht Bilanz

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2017 war ein erfolgreiches Jahr für das Hauptzollamt des Landes Bremen: Leiter Jörg Winterfeld war nicht nur mit den Steuereinnahmen zufrieden, sondern auch mit dem Kampf gegen den Drogenschmuggel und die Schwarzarbeit.

3,5 Milliarden Euro an Steuereinnahmen – fast Vorjahresniveau, verkündete das Hauptzollamt am Freitag auf seiner Pressekonferenz. Leiter Jörg Winterfeld freut´s: „Die Einnahmen verdeutlichen auch in diesem Jahr die große Bedeutung der Hafenstandorte Bremerhaven und Bremen für den Zoll.“ 

1,3 Tonnen Kokain gefunden

Grund zur Freude bereitete vor allem der Rekordfund an Kokain im September vergangenen Jahres. Rund 1,1 Tonnen der Droge fanden Zollfahnder in einem Container aus Südamerika: die größte jemals sichergestellte Menge an Kokain in Bremerhaven. Straßenverkaufswert: 200 Millionen Euro. 

Damit kam der Zoll auf insgesamt 1,3 beschlagnahmte Tonnen des weißen Pulvers. Dies zeige, dass Bremerhaven zu einem der Haupteingangsorte für den weltweiten Kokainschmuggel zählt, so Winterfeld. Auch in diesem Jahr gab es bereits Funde. 

12 Millionen Euro Schaden durch Schwarzarbeit

Erfolgreich sei auch die Bekämpfung der Schwarzarbeit gewesen: 2.700 Strafverfahren konnten durch Kontrollen eingeleitet werden. Leiter Winterfeld: „Gemessen an den Vorjahren ist diese Anzahl ein Spitzenwert.“ 

Schwarzarbeit sei kein Kavaliersdelikt, sondern Wirtschaftskriminalität: Allein im vergangenen Jahr lag die Schadenssumme bei 12 Millionen Euro – immerhin 5 Millionen weniger als noch 2016. 

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