Der Graupapagei Eastwood genießt das erste Frühlingsgrün. Bis seine Federn allerdings nachwachsen, wird es noch eine ganze Weile dauern. Foto: pv
Tierschutz

Publikumstag im Fluggehege für Papageien

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Die Winterpause ist vorbei: Am kommenden Wochenende öffnet das Papageienschutz-Centrum in Findorff sein Fluggehege zum ersten Publikumstag des Jahres. Dabei kann man die Einrichtung sehr gut kennenlernen.

Bei den Publikumstagen und den Führungen kann man dabei nicht nur viel über die faszinierenden Tiere erfahren, sondern auch über die Arbeit des Vereins. Das Papageienschutz-Centrum Bremen betreibt seit 15 Jahren das Fluggehege an der Salzburger Straße.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei wurden zuvor die Gebäude aufwändig umgebaut, so dass zwei naturnah gestaltete Flughallen mit einer Fläche von zusammen über 500 Quadratmetern Fläche und einem Flugraum von fast 2.000 Quadratmetern Flugfläche entstanden sind.

In den beiden Hallen leben in einem künstlich beregneten Lebensraum gegenwärtig 55 Papageien verschiedener Arten.

Die Besucher lernen die Papageien und deren Leben kennen

Die Besucher lernen bei den Publikumstagen jedoch nicht nur die Papageien in den Flughallen kennen, sondern im Rahmen von Führungen auch die übrigen Stationen des Vereins: Den Informationsraum, wo die wichtigsten Fakten über die Biologie der Papageien thematisiert werden und über die Probleme des Tier- und Artenschutzes für Papageien berichtet wird, die Kranken- und Notaufnahmeräume und den Behandlungsraum, wo auf Erkrankungen der Papageien und auf Behandlungsmethoden eingegangen wird.

Krankheiten sind nämlich recht häufig: Alleine seit Herbst vergangenen Jahres seien insgesamt drei Vögel gestorben, erklärt Papageien-Experte Hans-Hermann Braune. Die meisten der Papageien haben Atemwegs- (wie die unheilbare Aspergillose) und Gelenkprobleme oder durch Fehlernährung hervorgerufene Organschäden.

Die Futterstation, wo das Futter der Papageien ausgestellt wird und ausführlich über die Ernährung der Papageien berichtet wird, ist daher eine wichtige weitere Informationsstation.

Mehr Papageien können leider nicht aufgenommen werden

Da die Kapazitäten des Papageienschutz-Centrums erschöpft sind können übrigens auch weiterhin keine weiteren Vögel aufgenommen werden, erklärt Braune. Lediglich in Notfällen nehme man noch Tiere auf, wie etwa den Graupapageien Eastwood dessen Besitzer verstorben sei und der sich bereits einen großen Teil seiner Federn ausgerupft habe.

Zudem suche man gegenwärtig auch noch eine ältere weibliche Venezuela-Amazone als Partnerin für eine andere Venezuela-Amazone. Nachwuchs bekommen die Tiere im Fluggehege zwar nicht, die Tiere sollten aber immer einen Partner haben, um ein normales Sozialverhalten zu entwickeln, erklärt Braune.

Weitere Infos zur Arbeit des Papageinenschutz-Centrums gibt es unter papageienschutz.net/papageienschutz oder natürlich beim Publiksumtag im Fluggehege an der Salzburger Straße 2a am nächsten Sonntag, 29. April, in der Zeit von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3 Euro und für Kinder 50 Cent. Der nächste Publikumstag findet danach am Sonntag, 27. Mai statt.

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