Vom Zahn der Zeit bis zum Wassertrurm -
Mathias Rüffert fertigt Standuhren in jeder erdenklichen Form. Sogar im Außenbereich kommen sie zum Einsatz.Foto: Konczak Mathias Rüffert fertigt Standuhren in jeder erdenklichen Form. Sogar im Außenbereich kommen sie zum Einsatz.Foto: Konczak
Kreativreihe

Vom Zahn der Zeit bis zum Wassertrurm

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Als gelernter Bodenleger hatte Mathias Rüffert täglich mit Baumaterialien wie Styropor, Beton und Spachtelmasse zu tun. Da er auch eine künstlerische Ader hat, weckte der Umgang mit diesen Baustoffen seine Kreativität.

 Los ging es im Jahr 2011 mit einem Künstlerstein. Die Skulptur hat einen verklebten Styropor-Kern der anschließend verputzt wurde. Es folgten große Kugeln, deren Optik an Marmor erinnern oder Gebilde, die wie von der Natur gefertigt aussehen. „Ich habe mir Werkzeuge gebaut, um die Styroporscheiben in jede erdenkliche Form zu bringen“, sagt Mathias Rüffert und ergänzt: „Mit Spachtelmasse, Farben und anderen Materialien verändere ich die Oberfläche und Optik. Ich nehme mir einfach die Zeit für Experimente.“

Spachtelmasse, Farbe und Styropor

Jede seiner Ideen hält er zunächst in einem Buch fest. So wie auch zahlreiche Vorschläge für Standuhren, einer weiteren Leidenschaft von ihm und seiner Frau Dagmar. „Wir wollten immer eine Standuhr haben. Aber das was man in Geschäften und Katalogen findet, fanden wir hässlich“, erzählt Dagmar Rüffert. Und so baute ihr Mann einfach selber eine Uhr. Die Zeitmesser haben Namen wie „Zahn der Zeit“ oder „Steinzeit“. Es gibt Exemplare, die an Edelsteine, Sand, Metall oder Holz erinnern.

Vor zirka zwei Jahren kam ein weiteres Projekt hinzu: „Bei einer Fahrt durch Ganderkesee fiel mir auf, dass dort an fast jeder Ecke ein Ganter steht“, erinnert er sich. Etwas ähnliches müsse doch auch für Delmenhorst möglich sein. „Mir fiel sofort der Wasserturm, als inoffizielles Wahrzeichen der Stadt ein. Dessen Form ist außerdem so einprägsam, den erkennen sogar schon Kindergartenkinder“, fügt er hinzu.

Auch aus dem Wasserturm hat Mathias Rüffert ein Kunstwerk für Zuhause gemacht. Foto: Konczak

Auch aus dem Wasserturm hat Mathias Rüffert ein Kunstwerk für Zuhause gemacht. Foto: Konczak

Die ersten Exemplare der 30 Zentimeter hohen Wasserturm-Skulpturen fertigte er aus Beton. „Sie waren beliebte Souvenirs. Beton wiegt aber einiges und lässt sich dadurch schlecht transportieren. Deshalb lasse ich die kleinen Wassertürme nun aus Keramik gießen“, erzählt Mathias Rüffert. Seit kurzem gibt es sie auch als Lampe, Kerzenhalter, Blumenvase und Sparbüchse. Auch 1,60 Meter große Türme aus Glasfaser verstärktem Kunststoff sind erhältlich.

Nun sind Sie gefragt: Sind Sie in der Kulturszene aktiv oder kennen jemanden, der vorgestellt werden sollte? Wir freuen uns über Vorschläge per Post an DELME REPORT, Oldenburger Straße 21, 27753 Delmenhorst oder per E-Mail an: redaktion@delmereport.de. Bitte nennen Sie als Stichwort „Kultur-Reihe“.

Die großen Kunstwerke stehen im Garten. Foto: Konczak

Die großen Kunstwerke stehen im Garten. Foto: Konczak

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