Das 1:1 gegen RB Leipzig war für Werder ein hartes Stück Arbeit. Foto: Nordphoto
Analyse

Werder muss sich gegen RB mit 1:1 begnügen

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Werder ist auch im zehnten Heimspiel unter Florian Kohfeldt ungeschlagen geblieben. Gegen RB Leipzig mussten sich die Bremer allerdings mit einem 1:1 (1:0) zufrieden geben. Dabei wäre mehr drin gewesen.

Florian Kohfeldt hatte mal wieder in die Überraschungskiste gegriffen und Milot Rashica herausgezogen. Dafür blieb überraschend der zuletzt gesetzte Ishak Belfodil auf der Bank. Niklas Moisander kehrte nach abgesessener Gelb-Sperre wieder in die Innenverteidigung zurück. Marco Friedl ersetzte erneut den immer noch verletzten Ludwig Augustinsson.

Bei Leipzig blieb Werder-Schreck Naby Keita zunächst auf der Bank. Nationalstürmer Timo Werner dagegen, bei dem angeblich nicht klar war ob er überhaupt zum Aufgebot zählen würde, stand in der Anfangsformation.

Leipzig defensiver als erwartet

Die sonst für ihr Pressing bekannten Leipziger stellten sich bei Bremer Ballbsitz ungewohnt tief. Philipp Bargfrede, Niklas Moisander und Milos Veljkovic hatten viel Platz und Zeit, um in Ruhe aufzubauen.

Die erste Torchance gehörte Werder. Kapitän Junuzovic zirkelte nach sechs Minuten einen Freistoß knapp am Winkel vorbei. Weil der Ball ans Außennetz strich, glauben einige Fans in der Ostkurve der Ball sein drin.

Moisander und der falsche Fuß

In der 27. Minute überließ der aufgerückte Moisander Max Kruse den Ball, weil er ihn auf dem falschen Fuß hatte. Kruses Linksschuss konnte RB-Keeper Gulacsi gerade noch an die Latte lenken. Der Abpraller fiel dann wieder Moisander auf den Fuß – eigentlich auf den falschen. Der Finne traf den Ball mit dem rechten Schlappen auch nicht richtig. Doch weil Gulacsi noch in der anderen Ecke lag, reichte der Kullerball, um die Linie zu überqueren – 1:0.

Moisander war auch maßgeblich an der nächsten guten Szene beteiligt. Seine Kopfballverlängerung konnte Thomas Delaney am langen Pfosten jedoch nicht verwerten (36.).

Chancen für einen zweiten Treffer

Werder hätte zur Pause eigentlich höher führen müssen. Doch als der agile Milot Rashica über links durchbrach, klärte ein Leipziger Verteidiger vor dem einschussbreiten xxxxxxxxx.

Im Anschluss an eine Werder-Ecke zog Rashica aus 18 Metern ab, doch Gulacsi war ebenso auf dem Posten wie beim Nachschuss von Zlatko Junuzovic aus spitzem Winkel (40.).

Werder verliert den Zugriff

Nach dem Seitenwechsel brachte RB-Trainer Hasenhüttl mit Ademola Lookman einen dritten Stürmer.  Damit wusste Werder nicht viel anzufangen. Gleich mit seiner ersten Aktion traf der Eingewechselte zum 1:1 (50.). Es war der erste Schuss der Leipziger aufs Bremer Tor gewesen.

Während Werder noch nach dem verlorenen Zugriff suchte, verzog Werner zweimal nur knapp. 

Kruse vergibt erneute Führung

Doch die Bremer spielten weiter auf Sieg. Nach Balleroberung von Bargfrede und Pass von Delaney hatte Kruse die erneute Führung auf dem Fuß, schloss jedoch zu schwach ab (57.). In der gleichen Minute setzte er einen Kopfball knapp daneben.

Weil Rashica keinen Zweikampf mehr gewann, ersetzte Kohfeldt ihn nach einer Stunde durch den robusteren Belfodil. Das war auch mit einem taktischen Wechsel verbunden. Der Algerier rückte in Sturmzentrum, Kruse ließ sich ins Mittelfeld zurückfallen. 

In der Schlussphase dann Siegchancen für beide Mannschaften: Zunächst parierte Pavlenka im 1:1-Duell gegen Werner. Dann setzte sich auf der anderen Seite Belfodil durch. Gulascsi wehrte ab, Moisander konnte den Abpraller nicht kontrollieren und köpfte am leeren Tor vorbei.

 

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