Kultur ja, aber bitte leiser: „Irgendwo“ genehmigt -
Irgendwo, Foto: pv Die Vorbereitungen für das Irgendwo Festival können nun beginnen. Foto: pv
Kunstfestival

Kultur ja, aber bitte leiser: „Irgendwo“ genehmigt

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Während der jüngsten Sitzung hat der Beirat in der Neustadt die Unterstützung zur baurechtlichen Genehmigung für das Kulturprojekt Irgendwo an der Amelie-Beese-Straße beschlossen, jedoch nicht ohne Auflagen.

Die Unterstützung erhielt der veranstaltende Kulturbeutel nur unter Auflagen, die der Beirat in einem Beschluss festgehalten hat. Durch die Festlegung dieser Auflagen zog die SPD spontan einen vorher gestellten Antrag zurück, der die Ablehnung des Projekts forderte.

Vergangenes Jahr gab es viele Beschwerden

Im vergangenen Jahr, als das Festival unter dem Titel Anderswo an gleicher Stelle stattgefunden hatte, gab es erhebliche Beschwerden der Anwohner bei der Polizei. Dabei ging es vor allem um anhaltenden Lärm zur Nachtzeit. Wegen dieser Vorgeschichte gab es bezüglich der erneuten Ausrichtung der Veranstaltung große Bedenken von Seiten der Anwohner und infolgedessen auch vom Beirat und der Polizei.

Die Kulturinitiative Kulturbeutel hatte daher ein neues Konzept vorgelegt, welches als Voraussetzung für eine Entscheidung des Beirats überarbeitet werden musste. Dabei ging es insbesondere um die Häufigkeit der lauten Einzelveranstaltungen sowie die Dauer dieser.

Neues Konzept mit weniger Lärm

Thomas Lecke-Lopatta vom Referat Raumordnung, Stadtentwicklung, Flächennutzungsplan beim Bauressort berichtete, dass der Kulturbeutel im neuen Konzept eingeplant hat, die Veranstaltungen in der Regel nicht länger als 22 Uhr laufen zu lassen, in Ausnahmefällen bis Mitternacht.

Den Lärm betreffend greifen die Veranstalter dieses Jahr außerdem auf einen Limiter zurück, der die Lautstärke begrenzt. Außerdem wird der Bass reduziert und eine Lärmschutzwand werde genutzt.

Genehmigung kann jederzeit widerrufen werden

„Es muss aber allen klar sein, dass eine Genehmigung auch während der bereits laufenden Veranstaltung noch entzogen werden kann, wenn sich nicht an Abmachungen gehalten wird“, gibt Lecke-Lopatta zu bedenken.

Sprecher vom Kulturbeutel betonten, dass kein Interesse an Streit bestünde. Bei der Überarbeitung des Konzepts habe man versucht allen Anwohnern entgegenzukommen.

Kontinuerliche Lärmkontrolle

Es werde keine Dauerbeschallung geben, und höchstens drei Veranstaltungen mit akustischer Verstärkung pro Woche stattfinden. Veranstaltungen, die bis in die Nacht gehen, sollen in größerem Abstand zueinander stattfinden.

Sobald alles aufgebaut ist, werde auch die Lärmbelastung erneut geprüft. Zusätzlich habe man eine Telefonnummer eingerichtet, über die während der Veranstaltungen die Verantwortlichen durchgängig erreichbar seien, falls es doch zu einer Störung kommen sollte. Bei Beschwerden werde man sofort handeln.

Auflagen des Beirats

Die Auflagen für den Beiratsbeschluss beinhalten, dass allen Betroffenen die Beschwerde-Telefonnummer zugänglich gemacht werde und diese durchgängig erreichbar ist. Außerdem sei die Lautstärke kontinuierlich durch Lärmmessungen zu überprüfen.

Besonders wichtig war jedoch, dass die Genehmigung jederzeit zu wiederrufen ist, sollte gegen die Auflagen verstoßen werden.

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