Udo Stoessel, Referatsleitung Liegenschaften, und Oberschulrätin Elke Wolf von der Senatorin für Kinder und Bildung informierten Ortsamtsleiter Florian Boehlke (von rechts) und den Beirat zum Thema Schulentwicklung. Foto: Armbrust Udo Stoessel, Referatsleitung Liegenschaften, und Oberschulrätin Elke Wolf von der Senatorin für Kinder und Bildung informierten Ortsamtsleiter Florian Boehlke (von rechts) und den Beirat zum Thema Schulentwicklung. Foto: Armbrust
Burglesum

Beirat diskutiert über Schulstandortplanung

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Großen Raum hat bei der jüngsten Sitzung des Beirats Burglesums die Schulstandortplanung bis 2030 eingenommen: Die Schülerzahlen werden ansteigen, darauf müssen die Schulen personell und räumlich vorbereitet werden.

Von Friedrich-W. Armbrust

Eingeladen war dazu Udo Stoessel, Referatsleitung Liegenschaften – er stellt die Schulstandortplanung bei der Beiratssitzung am Donnerstag für die kommenden zwölf Jahre vor. Ihm zufolge liegt derzeit das Augenmerk auf der Oberschule Lesum, der Grundschule Burgdamm und der Oberschule an der Helsinkistraße.

Stoessel geht davon aus, dass es bei den Schülerzahlen einen Anstieg geben wird. Nach seinen Worten beträgt dieser bei den Grundschulen 18,8 Prozent, bei den Oberschulen 13,5 Prozent und bei den Gymnasien 10,7 Prozent. „Die Situation ist in allen Stadtteilen sehr dynamisch“, so der Referatsleiter. Der Höhepunkt wird ihm zufolge 2030 erreicht sein.

Auch Kapazitäten für Sporthallen anpassen

Skeptisch stand Reinhard Hennig (SPD) den Ausführungen gegenüber. Bei der Schulstandortplanung ist wegen der damit verbundenen Baumaßnahmen auch Bremen Immobilien mit im Boot. „Immobilien Bremen, das sind hier die Verhinderer, nicht die Förderer“, befürchtet Hennig. Elternvertreter Achim Boot von der Oberschule Lesum wies auf das „akute Personalproblem“ hin. „Wir brauchen eine massive Aufstockung, um den Alltag zu bewältigen“, so Boot.

Dazu fasste der Beirat einen einstimmigen Beschluss. Danach begrüßt er das vorgestellte Gesamtziel, „die in Burglesum besonders stark steigenden Schülerzahlen mit ausreichender Infrastruktur zu versorgen“. Dazu zählt auch, alle umzubauenden Grundschulen infrastrukturell für den gebundenen Ganztag vorzubereiten.

Das Gremium erwartet, dass neben den Klassenräumen und Mensen auch die Sporthallenkapazitäten angepasst werden. Es besteht der Wunsch, neben dem Umbau der Oberschule Lesum am Steinkamp ebenfalls die neue Grundschule am Heisterbusch zügig zu gründen, auch übergangsweise in Mobilbauten.

Neue Baugebiete müssen berücksichtigt werden

Der Beirat bittet in seinem Beschluss, eine mögliche Kapazitätserweiterung im Ortsteil Burg-Grambke zu prüfen. Schon jetzt gebe es hier eine Unterversorgung und es müssten Schüler umverteilt werden. Er legt weiter Wert darauf, im Sekundarbereich I in Bremen-Nord den Anteil der Gymnasialkapazitäten mindestens gleichrangig anzupassen.

Die neuen Baugebiete in Burg-Grambke wie An Rauchs Gut seien dabei neben der Billungstraße und Lesum Park mit zu berücksichtigen. Der Beirat möchte schließlich, dass gerade in der kritischen Übergangszeit bis 2030 auch an weiteren Standorten für kurzfristige Bedarfsspitzen planerisch weitere Mobilbauten ins Auge gefasst werden.

Eingeladen zur Sitzung war außerdem Elke Wolf von der Senatorin für Kinder und Bildung. Die Oberschulrätin informierte über die Übergänge von den Viertklässlern der Grundschulen in die weiterführenden Schulen. „Es sind alle Kinder untergebracht“, war ihr Fazit. Dabei habe eine Rolle gespielt, dass in der Regel die Schüler zur benachbarten Oberschule gehen würden.

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