Erfolgreiches Sprachcafé -
Sprachcafe, Foto: Mader Im Sprachcafé werden regelmäßig Gedichte von Farhan Hebbo (Mitte) in drei Sprachen vorgetragen. Melanie Wille-Bartsch übersetzt auf Deutsch, Jafar Momenkhani auf Farsi. Foto: Mader
Sprachcafé

Erfolgreiches Sprachcafé

Von
Menschen mit guten Deutschkenntnissen und solche, die die Sprache noch lernen, treffen sich einmal in der Woche im Sprachcafé im Marie Weser bei Kaffee und Tee, um miteinander zu sprechen.

„Die Idee war ursprünglich ein Sprach- und Integrationskurs, viele sind aber vor allem auf der Suche nach einer Möglichkeit Deutsch zu sprechen. Denn am besten lernt man eine Sprache, indem man sie spricht“, erklärt Melanie Wille-Bartsch vom Integrationsprojekt Ankommen im Quartier (AiQ).

Mit dem Erfolg des schließlich entstandenen Sprachcafés hatte niemand gerechnet. Ursprünglich hatten die Initiatoren neun oder zehn Personen erwartet. Mittlerweile kommen rund 45, die dannn zusammensitzen, plaudern und spielen. Neben AiQ sind an dem Projekt auch Arbeiten für Bremen (Bras), Gemeinsam in Bremen, der Martinsclub und das Übergangswohnheim Niedersachsendamm beteiligt.

Teilnehmer freuen sich andere Menschen und Kulturen kennenzulernen

Wille-Bartsch erklärt: „Es sollte eigentlich nur ein Ergänzungsangebot sein, aber das Café ist so viel mehr. Verschiedene Nationalitäten und Religionen kommen in Kontakt. Wir bekommen viele positive Rückmeldungen von Deutsch sprechenden und Deutsch lernenden Menschen mit Fluchthintergrund“.

Die Teilnehmer lernen neue Menschen kennen und berichten oft, etwas Neues über eine andere Kultur gelernt zu haben.

Gefühl der Sicherheit und des Geschätzwerdens mitnehmen

„Integration kann nur funktionieren, wenn man offen gegenüber anderen ist“, sagt Wille-Bartsch. Beim Sprachcafé geht es auch darum, dass sich die Menschen willkommen und geschätzt fühlen. Sie sollen ein Gefühl der Sicherheit mit nach Hause nehmen können.

Eine Besonderheit in Huckelriede ist der regelmäßige Vortrag von Texten, die Dichter Farhan Hebbo auf Arabisch schreibt. Wille-Bartsch übersetzt sie ins Deutsche und Jafar Momenkhani von Bras schließlich auf Farsi.

Den gleichen Text in verschiedenen Sprachen zu hören, mache es möglich, Worte leichter zu verstehen und zu lernen. Hebbo selbst hatte die Idee, Gedichte vorzutragen. Im einem seiner Texte sinniert er über das Alter und darüber, dass der Mensch nicht an seinem Besitz gemessen wird, sondern daran, was er anderen gibt.

Weitere Teilnehmer sind immer willkommen

Durch den großen Erfolg des Cafés sucht dieses noch weitere Menschen, die bereits gut deutsch sprechen, Lust haben, neue Kontakte zu knüpfen und anderen als Gesprächspartner zum Üben zu helfen.

Das Sprachcafé findet jeden Mittwoch von 10 bis 11.30 Uhr im Marie Weser, Niedersachsendamm 20a, statt.

Teile den Bericht

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar