Der Jungstorch auf Hof Bavendamm ist schon fast so groß wie seine Max und Meta genannten Eltern. Foto: Wietschorke
Blockland

Der Jungstorch ist fast flügge

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Besucher des Cafés auf dem Biohof Bavendamm verfolgen die Fütterungsrunden der Max und Meta genannten Störche schon seit einiger Zeit aus der ersten Reihe. Jetzt ist der einzige Jungstorch im Blockland fast flügge.

„Der Jungstorch hat nun schon seine schwarzen Flügeldecken und fast die Größe der Elternvögel“, berichtet Georg Wietschorke, Projektleiter Hof Bavendamm beim BUND Bremen.

Wie bereits im vergangenen Jahr hat von den beiden geschlüpften Küken nur der stärkere Vogel überlebt, der nun die ganze Fürsorge seiner Eltern genieße, berichtet Wietschorke weiter. Das dürfte wohl auch mit der Witterung zusammenhängen, die in diesem Jahr für die Störche ziemlich ungünstig ist.

Trockenheit machte den Vögeln zu schaffen

War es am Anfang des Brutgeschäftes noch die große Kälte, die den Vögeln zu schaffen machte, war es danach vor allem die für die Jahreszeit ungewöhnliche Trockenheit und Wärme. Gerade am Anfang füttern die Eltern den Nachwuchs nämlich gerne mit Regenwürmern (später dann mit Mäusen, Fröschen und anderem), die wegen der Trockenheit allerdings kaum zu finden waren. Deshalb kommt es bei Störchen dann häufiger vor, dass ein Küken aus dem Nest geworfen wird.

Umso erfreulicher ist es daher, dass sich das verbliebene Küken so gut entwickelt hat und jetzt bereits regelmäßig die Flugmuskulatur stärkt. „Mindestens zwei Wochen früher trainiert er als das Küken im letzten Jahr“, erklärt Bäuerin Ingrid Wilkens, die den Horst vom Hofcafé aus bestens beobachten kann.

Ein Jungstorch und zwei Brutversuche im Blockland

In diesem Jahr hat es im Blockland sogar noch zwei weitere Brutversuche von Weißstörchen gegeben, hat Wietschorke beobachtet. Allerdings hat sich in beiden Fällen kein Nachwuchs eingestellt. Dennoch wertet der BUND-Experte die Brutversuche als positiv: Es zeige, dass das Blockland für Störche insgesamt wieder interessanter werde – und vielleicht klappe es ja im nächsten Jahr mit der Brut.

Darüber würden sich sicherlich auch die Landwirte freuen, die dem Vorbild des Biohofes Bavendamm gefolgt sind und ebenfalls Nisthilfen für die schwarz-weißen Glücksvögel aufgestellt haben. Zur Erinnerung: Fast 20 Jahre lang hatte es im Blockland überhaupt keine Brutpaare der Schreitvögel gegeben, bis Storch Max 2015 erstmals die gewaltige Bruthilfe auf dem Bavendammhof angenommen hatte.

Seitdem hat er mit wechselnden Partnerinnen schon mehrmals erfolgreich Nachwuchs aufgezogen. Auch im vergangenen Jahr waren zwei Küken geschlüpft, von denen allerdings nur ein Jungstorch überlebte.

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