Top-Hotelerie ist auf Zypern überall zu finden. Foto: Kaloglou Zypern besticht durch eine Top-Hotellerie. Foto: Kaloglou
Ganzjahresziel

Zypern: Sonne satt das ganze Jahr

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Zypern, die Insel der Aphrodite, lockt mit tollen Stränden, einer abwechslungsreichen Geschichte, viel üppiger Natur und leckerem Essen. Ziel: Touristen sollen künftig das ganze Jahr über auf das Eiland kommen.

340 Sonnentage im Jahr zählen die Meteorologen auf Zypern. Nicht wenige davon fallen in die Wintermonate. Die wollen sich die Zyprer zunutze machen und sich künftig touristisch auch auf dem deutschen Markt als Ganzjahresziel positionieren.

Schließlich wartet die Insel von November bis Februar mit angenehmen Plusgraden und den für diese Jahreszeit höchsten Wassertemperaturen im Mittelmeer auf.

„Aufgrund der klimatischen Bedingungen und des vielfältigen Angebots hat Zypern von allen Ganzjahreszielen in der Mittelmeer-Region das größte Potenzial“, ist sich Patrick Hogrefe, Leiter TUI-Produktmanagement Sun & Beach, sicher. Zudem, so der Experte, sind, anders als in den meisten klassischen Feriengebieten, Restaurants und Bars auf Zypern ganzjährig geöffnet.

Während etwa die Briten die Insel der Aphrodite schon längst als kuschelig-warme Alternative zum feuchtkalten Winter in ihrer Heimat entdeckt haben, sollen jetzt Kunden zwischen Flensburg und Berchtesgaden die Vorzüge entdecken, die der EU-Staat im östlichsten Zipfel des Mittelmeeres bietet und mit dem Flugzeug schneller zu erreichen ist als die Kanaren.

Ebenfalls für eine Reise in der Neben- und Wintersaison sprechen die Preise, die laut Hogrefe in einigen Hotels sind bis zu 40 Prozent günstiger als im Sommer.

Zypern ist ein sicheres Urlaubsland, Kriminalität kommt kaum vor. An eine andere Währung muss man sich auch nicht gewöhnen, denn auf der Insel wird in Euro bezahlt. Verständigungsprobleme gibt es ebenfalls kaum.

Zypern – Insel der kurzen Wege

Immer wieder findet man Zyprer, die in Deutschland studiert haben, sonst kommt man mit Englisch sehr gut voran. Bis 1960 war Zypern britische Kolonie, daher wird auf der Insel links gefahren. An das Lenkrad auf der „falschen Seite“ des Autos gewöhnt man sich recht schnell, so dass einer Inselerkundung mit dem Mietwagen nichts mehr im Wege steht. Schnell stellt man fest, dass Zypern eine Insel der kurzen Wege ist.

Egal an welchem Strand man sich befindet, die nächste Stadt ist keine 60 Autominuten entfernt. Eine Spritztour zum malerischen Hafen von Paphos, ein Einkaufsbummel durch Larnaka inklusive Besuch der Lazaruskirche oder ein Abstecher nach Nikosia, der letzten geteilten Hauptstadt der Welt – dank gut ausgebauter Straßen sind die Ziele schnell erreicht.

Viele touristische Hotspots

Touristen können auf der Insel aus dem Vollen schöpfen – Hauptsache sie sind bereit, ihrer Sonnenliege und dem Hotelpool mal für ein paar Stunden zu entsagen. Die griechische Mythologie bietet genügend Stoff für eine antike Soap-Opera. So soll die Göttin Aphrodite nahe Paphos dem Meer entstiegen sein. Wie die Schaumgeborene allerdings „gezeugt“ wurde, sollte jeder selbst nachlesen.

Fakt ist, dass die Göttin der Liebe, die es mit der Treue nicht so ernst nahm, auf ihrem Eiland für so manche Touri-Hotspots wie Petra tou Romiou (Aphrodites Felsen) oder die Bäder der Aphrodite, wo sich die Göttliche mit ihrem sterblichen Liebhaber Akamas traf, gesorgt hat.

Soweit der Mythos. Die bewegte historische Vergangenheit der Insel spricht Fakten: Die Königsgräber und die antiken Mosaiken von Paphos, Europäische Kulturhauptstadt 2017, die Ausgrabungsstätten von Kourion und die Exponate im Cyprus Museum in Nikosia sind wichtige Zeugnisse einer ganz alten Kultur.

Etwas jünger, aber nicht minder interessant, sind das Kloster Kykkos und die für die Insel typischen Scheunendachkirchen im Troodos-Gebirge. Allesamt gehören sie zum Pflichtprogramm.

Der Höhenzug, fast im Herzen der Insel, mit seinen pittoresken Bergdörfern und den dichten dunkelgrünen Wäldern ist gerade im Frühjahr und Herbst bei den Wanderern besonders beliebt. Aber auch immer mehr Radler zieht es vor und nach der Hauptsaison auf die drittgrößte Mittelmeerinsel.

Bergklöster und abwechslungsreiche Küche

Ausflüge mit dem Auto lohnen sich ebenfalls, etwa zum Bergkloster Machairas, einem der ältesten Klöster auf der Insel, oder ins nahegelegene, verlassene Dorf Fikardou im Südosten des Troodos-Gebirges. Dort ist heute eine Art Freilichtmuseum entstanden, wo man einen Einblick in das Leben und die Arbeit der zyprischen Bauern bekommt.

In Fikardou wurden einst Trauben angebaut und Wein gekeltert. Heutzutage spielen in den blühenden Gärten der restaurierten Häuser Katzen herum und die einzigen Bewohner mit festem Wohnsitz sind Kafeneionbesitzer Yiannakos und sein Team. Morgens betreibt er seinen Laden als Café und schenkt zypriotischen Mokka und Zitronenlimonade aus, mittags wird das Geschäft zur Taverne und auf den Tisch kommen die leckersten einheimischen Vorspeisen (Mezes). Zyperns abwechslungsreiche Vergangenheit macht sich auch in den Kochtöpfen bemerkbar.

Schöne Strände, kristallklares Wasser

Das wichtigste touristische Kapital der Zyprer sind ihre Strände. An mehr als 60 von ihnen weht die blaue Flagge, die für gute Wasserqualität und Erreichbarkeit sowie Sauberkeit steht. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte ein Hotel zwischen Ayia Napa und Protaras wählen, denn im Küstenabschnitt zwischen den beiden Touristenorten ist das Wasser kristallklar und flach abfallend, so dass auch die Kleinen ihren Spaß im kühlen Nass haben.

Fakten

Unterkunft: Eine Woche All Inclusive im TUI Family Life Aeneas Resort & Spa by Atlantica kostet bei der TUI mit Flug ab 917 Euro pro Person im Doppelzimmer. Das Fünf-Sterne-Haus mit lagunenartiger Poollandschaft ist ideal für Familien, die von einem umfangreichen Entertainmentprogramm für Groß und Klein profitieren.

Infos: Alles über Zypern unter visitcyprus.com im Internet.

 

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