Wenn die gute Konjunktur die Gründer bremst -
Die Banker Ralf Stapp und Jörn-Michael Gauss. Foto: Schlie
Unternehmergeist

Wenn die gute Konjunktur die Gründer bremst

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Eigentlich ist es die beste Zeit, ein Unternehmen zu gründen. Brummende Wirtschaft, Stapel an Aufträgen, Experten der Bremer Aufbau-Bank (BAB) beraten Gründungswillige. Doch das Interesse am eigenen Firmen-Aufbau sinkt.

Nur 557.000 Gründer haben sich 2017 in Deutschland selbstständig gemacht, 115.000 weniger als im Jahr zuvor, wie die KfW Bankengruppe berichtet. Für Bremen liegen der BAB zwar keine Zahlen vor, doch auch hier scheint die Begeisterung zu schwinden.

BAB-Geschäftsführer Ralf Stapp sieht den Grund ausgerechnet in der guten Konjunktur. Es gebe gut bezahlte Festanstellungen, da überlegten sich viele zwei Mal den Schritt in die Selbstständigkeit. Bundesweit lag Bremen zwischen 2014 und 2016 mit der Zahl der Gründungen auf Platz vier, Spitzenreiter war laut KfW Hamburg vor Berlin.

„Bezahlbare Mietwohnungen“

Rund 15.812 Arbeitsplätze konnte die BAB 2017 in Bremen durch Förderprogramme sichern und 443 Stellen schaffen. Damit schnitt sie besser ab als 2016. Damals sicherte sie 8.851 Jobs und half mit, 291 neue aufzubauen.

Mit 5,5 Millionen Euro unterstützte die BAB 2017 den Bau von 101 „bezahlbaren Mietwohnungen“, wie Stapp und Co-Chef Jörn-Michael Gauss bilanzieren. Im Jahr zuvor hatte die BAB noch die Errichtung von 267 „bezahlbaren Mietwohnungen“ gefördert.

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