Der Blick von der Seilzugklappbrücke auf das neue Quartier am Vegesacker Museumshafen. Entwurf/Foto: Wirth Architekten BDA Bremen Der Blick von der Seilzugklappbrücke auf das neue Quartier am Vegesacker Museumshafen. Entwurf/Foto: Wirth Architekten BDA Bremen
Revitalisierung

Haven Höövt-Areal: Siegerentwurf steht fest

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Der nächste Schritt für die Entwicklung des Haven Höövt-Areals am Vegesacker Hafen ist getan: Der städtebauliche Wettbewerb ist mit einem Siegerentwurf beendet worden. Dieser ist bis Ende August öffentlich ausgestellt.

 Unter dem Titel „Wohnen Am Alten Speicher“ haben sich fünf Planungsteams Gedanken darüber gemacht, wie man auf der Fläche von 1,6 Hektar den Schwerpunkt Wohnungsbau mit ergänzenden Nutzungen, wie Gastronomie, Flächen für Praxen und ambulante Dienste sowie eine mögliche Polizeidienststelle umsetzen kann. Gewonnen hat das Bremer Büro Wirth Architekten.

Ihren Entwurf haben die beiden Brüder Jan und Benjamin Wirth am Freitagmittag im Vegesacker Geschichtenhaus präsentiert und erläutert. Dort, wo jetzt noch der vordere Teil des Haven Höövts steht, sollen, angeordnet auf neun Flächen, mehrere Gebäudegruppen entstehen, die meisten von ihnen sind drei- bis viergeschossig. 250 Wohnungen sollen entstehen.

Für die Gestaltung haben sich die Architekten an der Struktur Vegesacks orientiert: kleine Wege, natürlich gewachsene Flächen, geneigte Dächer und ein dichtes Beieinander von wohnen, arbeiten und Freizeit. An der Seite Richtung Bahnhof soll eine Eingangssituation geschaffen werden, die in das Quartier führt. Auf dieser Seite könnte auch die Polizei ihren Standort bekommen.

Kritik an hohem Gebäude 

Eines haben alle Gebäude, möge ihre Bauweise auch unterschiedlich sein, gemeinsam: großflächige Fensterfronten. Das Erdgeschoss einiger Bauten hat eine Deckenhöhe von mehr als fünf Metern. Das macht sie besonders variabel: Die Wirth-Brüder sehen so die Möglichkeit, dort Läden, Gastronomie und Dienstleister, aber auch Wohnungen mit Hochparterre unterzubringen.

Kritik gab es bei der Präsentation an dem Gebäude hinter dem alten Speicher. Für viele war die Anzahl der Geschosse zu hoch. Projektentwickler Max Zeitz machte deutlich, dass das Gebäude nicht so hoch wird, wie es aussieht. Nur an zwei Stellen könne höher als viergeschossig gebaut werden und auch dort könnten maximal zwei Geschosse hinzukommen.

Die beiden Architekten Benjamin (links) und Jan Wirth sind als Gewinner aus dem Wettbewerb hervorgegangen. Foto: Harm

Die beiden Architekten Benjamin (links) und Jan Wirth sind als Gewinner aus dem Wettbewerb hervorgegangen. Foto: Harm

Die Architekten begründete den hohen Bau damit, dass sie eine gewisse Dichte an Bewohnern schaffen wollten, um sowohl Leben ins Quartier zu bringen als auch eine vielfältige Läden- und Gastronomiewelt zu ermöglichen. Im Projektverlauf wird es noch in die Feinjustierung gehen, sagte Zeitz.

Brücke zwischen Gebäuden wird im Herbst abgerissen

Der Gewinner-Entwurf aber auch die Ideen der anderen vier Teilnehmer werden noch bis zum 25. August im Vegesacker Geschichtenhaus, Am Alten Speicher 1, präsentiert. Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 11 bis 16 Uhr im ersten Obergeschoss geöffnet.

Die Ausstellung zeigt, was kommen wird. Erste Arbeiten haben aber tatsächlich schon begonnen. Seit Anfang Juni wird der rückwärtige Gebäudeteil des Haven Höövt entkernt. Darüber hinaus wird die Eingangsfassade komplett neu gestaltet. Denn dieser hintere Bereich soll erhalten bleiben und im Frühjahr 2019 wieder eröffnet werden. Auf einer Fläche von 11.500 Quadratmetern kommen dort Kaufland und 18 weitere Mieter unter.

Diesen Herbst folgt der nächste deutlich sichtbare Bauabschnitt. Dann soll die Brücke zwischen den beiden Gebäudeteilen abgerissen und so der freie Blick auf das Schulschiff ermöglicht werden.

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