Dieses illegal abgestellte Fahrzeug ist nur eines von mehren Schrottautos, die wochenlang auf dem Parkplatz am Friesenwerder unter der B6 standen. Auch in Oslebshausen wurden viele der Altfahrzeuge noch nicht entfernt. Foto: Schlie
Abschlepp-Aktion

Viele Bremer Schrottautos noch nicht abgeschleppt

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So richtig scheint Mäurers Plan noch nicht aufzugehen: Auch einen Monat nach Start der Aufräum-Offensive sind immer noch viele Quartiere von Schrottautos betroffen. So etwa in der Neustadt und in Oslebshausen.

Ende Juni zog Ulrich Mäurer die Reißleine. Der Innensenator hatte den Schrottautos den Kampf angesagt, die abgemeldet und ohne Kennzeichen am Straßenrand und auf öffentlichen Parkflächen standen. Nur wenig später ließ er in Blumenthal das erste Schrottauto dann öffentlichkeitswirksam abgeschleppen.

Doch jetzt, rund einen Monat später, ist die Lage augenscheinlich nicht viel besser: Immer noch verunzieren Autowracks die Quartiere, werden mitunter sogar als Müllhalde missbraucht. „Ich frage mich mittlerweile, ob es sich um eine reale Aktion der Bremer Behörde handelt“, sagt etwa Jürgen Ristau.

Bürger meldete zwei Fälle schon vor Wochen

Er hatte dem Ordnungsamt schon vor mehr als drei Wochen zwei Schrottautos in Oslebshausen gemeldet. Ein Opel und ein Renault seien an der Ecke Reiherstraße/von-Ossietzky-Straße ohne Kennzeichen abgestellt worden, hatte er der Behörde über die eigens dafür eingerichtete Mail-Adresse mitgeteilt.

„An der Situation hat sich bis heute nichts geändert, außer das noch weitere nicht für den Straßenverkehr zugelassene Autos dazugestellt wurden“, ärgert sich Ristau.

Müllberge in der Neustadt

Ein ähnliches Bild bietet sich in der Neustadt: Auf den Parkplätzen am Friesenwerder unterhalb der B6 stehen mehrere Fahrzeuge ohne Zulassung, teilweise zerstört und zugemüllt. Ein dunkelroter Citroën Berlingo dient den Parkern hier offenbar als Mülleimer – das Auto ist mittlweile fast komplett mit Unrat gefüllt.

An den Schrottautos kleben rote Zettel mit Fristen, bis wann die Halter sie wegfahren sollen. Sonst werden die Wagen abgeschleppt. Eine Frist endete am 21. April, die anderen Mitte Juli. Das Innenressort äußert sich auf Anfrage auch nach mehreren Tagen nicht dazu.

Betroffene können Autos abholen

Eigentlich sollten die Autos ohne Vorankündigung abgeschleppt werden, hieß es in dem Erlass Anfang Juli. Halter der Fahrzeuge können sich innerhalb von vier Wochen melden – sonst droht die Schrottpresse.

Bevor das passiert, können Betroffene ihr Auto rechtzeitig auf dem Gelände der Abschlepp- und Bergungsgesellschaft in Bremen-Nord oder bei der Bremer Autohandels- und Verwertungsgesellschaft abholen.

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