Digitales Haltestellenschild Die Haltestelle Hohenhorster Weg ist jetzt auch mit einer elektronischen Anzeigetafel ausgestattet. Foto: Horn
Huchting

Digitale Haltestellenschilder für Huchting

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Der Fahrplan, nach dem die Busse in Huchting fahren, stimmt bei hohem Verkehrsaufkommen oft nicht mit den tatsächlichen Fahrzeiten überein. Die Bremer Straßenbahn AG testet deshalb neue elektronische Anzeigentafeln.

Auf der B75 staut sich der Verkehr, ebenso sind die Straßen in Huchting verstopft. Bürger, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto fahren möchten, warten teilweise lange auf den Bus: Der Fahrplan stimmt bei hohem Verkehrsaufkommen nicht mehr mit den tatsächlichen Fahrzeiten überein.

Im Herbst 2016 suchten das Ortsamt, der Beirat Huchting und Vertreter der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) gemeinsam nach einer Lösung. „Es gab den Wunsch nach Digitalanzeigen“, sagt Andreas Holling, Sprecher der BSAG.

Das Verkehrsunternehmen startete daraufhin ein zweijähriges Pilotprojekt in Huchting und installierte an fünf Haltestellen elektronische Anzeigetafeln. Ein Jahr ist um, und vier neue Haltestellen wurden laut einer Mitteilung von Huchtinger Beiratsmitglied Michael Horn (Die Linke) umfunktioniert.

Weniger aufwendig, batteriebetrieben, Strom sparend

„Die Haltestellen Flämische Straße und Am Sodenmatt sind im Zuge der Fertigstellung des Brückenbaus hinzugekommen“, erklärt Holling. „Bei der Auswahl der Haltestellen haben wir uns auf die Ringbuslinie in Huchting konzentriert und uns aufgrund der Fahrgastzahlen für diese entschieden.“

Aus diesem Grund sind in Grolland bisher keine digitalen Anzeigen installiert. „Gerade bei Staus oben auf der Bundesstraße wären diese Geräte hilfreich, um entscheiden zu können, unten zu warten oder doch mit der Straßenbahn zu fahren“, sagt Beiratsmitglied Horn.

Die neuen Digitalanzeigen kosten 2.500 bis 3.000 Euro pro Haltestelle. Für die Kosten kommt die BSAG auf. Im Gegensatz zu den Informationssystemen in der Bremer Innenstadt oder am Umsteigepunkt Roland-Center sind die neuen kleiner, weniger aufwendig zu installieren, batteriebetrieben und verbrauchen nicht so viel Strom wie die großen.

Die Digitalanzeigen sind neu in Bremen

„Die Tafeln sind neu im Einsatz, weshalb wir sie erstmal testen müssen“, erklärt Holling. Dazu gehören die Haltbarkeit, und ob die Anzeige für Menschen mit Sehbehinderung lesbar ist. Die Informationssysteme bekommen laut Holling ihre Daten durch das Internet von der Zentrale geschickt.

Horn ist bereits positiv von den Fahrgastinformationssystemen überzeugt: „Insbesondere zu Stoßzeiten, wenn beispielsweise die B75 mal wieder dicht ist und es dadurch auch zu Staus auf den Huchtinger Straßen kommt, kann man dann besser einschätzen, ob es sinnvoll ist zu warten oder man doch besser läuft, wenn es nicht allzu weit ist.“

Laut Horn wurden folgende Haltestellen vor einem Jahr digitalisiert: Harriersand, Carl-Hurtzig-Straße, Delfter Straße, Friedhof Huchting, Rotterdamer Straße. Die Haltestellen Delfter Straße, Flämische Straße, Am Sodenmatt und Hohenhorster Weg wurden neu installiert.

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