Osterstraße Juli 2018, Foto: Schlie Derzeit reihen sich auf dem Rampenplatz in der Osterstraße die Grautöne aneinander. Es sollen Pflanzkübel platziert werden, die die Fläche optisch aufwerten, verhindern, dass Autos parken und Grün in die Landschaft bringen. Foto: Schlie
Bauarbeiten

Osterstraße: Ergebnis anders als geplant

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Der Umbau der Osterstraße ist fast abgeschlossen. Während der Arbeiten zeigte sich, dass Leitungen im Boden und Sicherheitsvorschriften dafür sorgen, dass das Endergebnis nicht dem ursprünglichen Plan entsprechen wird.

„Es ist ein trauriges Bild, vereinsamt stehen da einige Bäume. Acht wurden gepflanzt, es sollten aber 26 sein. Pflanzkübel sollten die Fläche vor der Mauer hübsch machen, das ist aber bisher nicht passiert“, kritisiert Anwohner Thomas von Zabern. Auch sei die geplante Anzahl der Fahrradbügel nicht eingehalten worden, berichtet der Anwohner.

Rainer Imholze von der Baubehörde erklärt: „Entgegen einer Skizze steht an der Rampe neben der Mauer kein Baum. Die Planung musste wegen Einwänden der Feuerwehr geändert werden.“ Stattdessen solle der Rampenplatz nun mit mobilen Pflanzkübeln bestückt werden.

Eine Überlegung sei auch, dass für die Pflanzen Patenschaften übernommen werden können, so dass sich um sie gekümmert wird, sobald die Kübel bestückt sind.

Qual der Wahl: Parkplätze oder Bäume

Auch im Bezug auf die Anzahl der Bäume gab es einige Probleme zu bewältigen. „Meine Vorstellung war eigentlich eine Allee, aber gerade in der Innenstadt sind unterirdisch viele Kabel verlegt, weshalb an manchen Stellen keine Bäume gepflanzt werden können“, sagt Imholze.

Außerdem sei der Untergrund nicht verdichtet gewesen. Dadurch fiel die freie Fläche um die Bäume herum viel größer aus als geplant, denn es musste mehr Substrat in den Boden. Es seien letztlich zwar weniger Bäume als ursprünglich geplant, aber immer noch mehr als gar keine.

Die Wahl liege zwischen Parkplätzen oder Bäumen: „Wenn Parkplätze wegfallen, kann man im Nachhinein immer noch mehr pflanzen“, erklärt Imholze. Allerdings müsse dabei bedacht werden, dass gerade auch der Besucherverkehr des Krankenhauses Parkraum benötige.

Zugeparkter Platz verärgert Anwohner

Von Zabern kritisierte auch, dass die Bäume das Zuparken des Rampenplatzes verhindern sollten. Dadurch, dass nun keine vorhanden seien, sei der Platz besonders abends zugeparkt. „Da kommen Parkverbot-Schilder hin. Dann muss das nur kontrolliert werden“, so Imholze.

Derzeit befindet sich nur ein Anlieger-frei-Schild vor Ort. Imholze erklärt zudem: „Weitere Fahrradbügel können bei Bedarf problemlos hinzugefügt werden.“ Die Arbeiten sollen im September oder Oktober vollendet sein.

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