Stuhr-Open-Air: Oliver Roemer ist zurück Von links: Jörg Schmid, Thomas Dülcks, Oliver Roemer, Jürgen Schöffel und Ralf Brinkmann (hinten rechts) spielen Klassiker aus den Genres Pop und Rock. Foto: pv
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Stuhr-Open-Air: Oliver Roemer ist zurück

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Aus gesundheitlichen Gründen konnte der Bremer Sänger Oliver Roemer für eineinhalb Jahre musikalisch nicht aktiv sein. Am 26. August tritt der ehemalige Supertalent-Kandidat mit seiner neuen Band beim Stuhr-Open-Air auf.

Fans der RTL-Fernsehsendung „Das Supertalent“ kennen ihn: Oliver Roemer sang sich 2009 bis ins Finale. Nachdem der ehemalige Frontman der Bremer Band Flying Soul Toasters jedoch einen Schlaganfall erlitt, konnte er längere Zeit nicht musikalisch aktiv sein. „Der Schlaganfall hat mich komplett aus dem Konzept geworfen, inklusive Stimme“, berichtet Roemer.

Mit seinem Auftritt beim Stuhr-Open-Air (SOA) am 26. August meldet er sich bei seinen Fans zurück. Die vier Bremer Musiker in seiner neuen Band kennt Roemer teilweise aus verschiedenen Sessions.

Ihr Programm besteht aus gecoverten Soul-, Pop- und Rock-Klassikern. „Es ist ein ganz tolles Set für Sonntag“, findet SOA-Organisator Karsten Schierenbeck.

Auftritt mit Einschränkungen

Roemer wird mit neuer Energie und Enthusiasmus vor seine Fans treten – aber mit Einschränkungen. „Vorher stand ich mit ganzem Körpereinsatz auf der Bühne. Jetzt ist meine linke Körperhälfte gelähmt“, berichtet der Musiker.

Um seine Stimme zu trainieren, erhält er logopädische Unterstützung. „Ich habe Glück gehabt. Mein Sprachzentrum war beim Schlaganfall nicht betroffen.“ Um sich zu schonen, wird Roemer stimmlich unterstützt vom Singer-Songwriter und Multiinstrumentalist Jürgen Schöffel.

Bereits als Kind spielte Roemer imaginäre Gitarrensoli mit einem Federballschläger und einer Haarbürste zu Songs von Peter Kraus, Ted Herold, Bill Haley und Elvis Presley. In den 70ern erhielt er seine erste richtige Gitarre und brachte sich mithilfe eines Beatles-Complete-Buches selbst das Spielen bei.

Zu 99,8 Prozent fertig mit den Vorbereitungen

Auf der Bühne steht Roemer seit 1987. „Ich bin mit der Gabe gesegnet, dass ich Aufregung ausblenden kann“, sagt Roemer. Beim Halbfinale von „Das Supertalent 2009“ hätten ihm mehr als zehn Millionen Menschen vor ihren Fernsehern zugesehen. „Mir war das in dem Moment nicht bewusst.“

In Stuhr werden es nicht ganz so viele Zuschauer sein, trotzdem sind Roemer und Schierenbeck bereits voller Vorfreude. „Wir sind zu 99,8 Prozent fertig mit den Vorbereitungen“, sagt der Organisator. Verzögerung gab es bisher nur bei der Anlieferung des Festival-Journals.

Das SOA ist vom 24. bis 26. August in Varrel, Varreler Feld 63. Oliver Roemer & Band treten am Sonntag um 12 Uhr auf. Infos unter stuhropenair.com

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