Die Widerlager konnten als Baugrubensicherung weiter genutzt werden, was die Arbeiten am Gewässer und den Abriss der alten Brücke erheblich vereinfachte. Foto: Konczak
Neubau

Delmebrücke wieder befahrbar

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Die Delmebrücke an der Wiggersloher Straße ist nach fünfmonatigen Neubau wieder befahrbar. Durch die Bauweise und ein sehr günstiges Ausschreibungsergebnis konnte eine Kosteneinsparung von 150.000 Euro realisiert werden.

„Ein Haufen Sand muss noch verteilt, ein paar Schilder aufgestellt werden, dann sind wir hier fertig“, verkündet Henning Kahl, Fachdienstleiter Tiefbau. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Alice Gerken begutachteten er und weitere Beteiligte des Ingenieurbüros sowie der beauftragten Baufirma die neu errichteten Delmebrücke an der Wiggersloher Straße.

Keine Umwege mehr

Abrissarbeiten und Bauzeit für die Ersatzbrücke dauerten rund vier Monate. Die Baumaßnahme konnte in der vorher angegebenen Bauzeit umgesetzt werden. Trotzdem war rund fünf Monate lang keine Durchfahrt möglich und es mussten Umwege in Kauf genommen werden. „Davon waren besonders Landwirte betroffen, die in diesem Bereich ihr Land bewirtschaften. Aber auch die Pendler, Radfahrer sowie die Besucher des Flugplatzes, des Kulturzentrums und des Schullandheims mussten Umwege machen“, so Bürgermeisterin Alice Gerken.  Doch nun sei langfristig das Befahren der Brücke auch für schwere landwirtschaftliche Gespanne sichergestellt.

Nötige Tragfähigkeit nicht mehr gegeben

Die Konstruktion der bisherigen Brücke über die Kleine Delme stammte zirka aus dem Jahr 1937. Die nötige Tragfähigkeit war nicht mehr gegeben, sodass der Fahrzeugverkehr schon seit einigen Jahren Einschränkungen hinnehmen musste.

Sanierung nicht möglich

Eine komplette Sanierung der Brücke war nicht möglich, so dass sie durch einen Neubau ersetzt werden musste. Allerdings konnten die vorhandenen Widerlager erhalten werden. Auf den Widerlagern beiderseits der Delme ruhte die alte Brücke. „Diese konnten als Baugrubensicherung weiter genutzt werden, was die Arbeiten am Gewässer und den Abriss der alten Brücke erheblich vereinfachte“, betont Kahl.

Deutlich eingespart

Gegenüber den ersten Kostenansätzen konnte durch diese Bauweise und durch ein sehr günstiges Ausschreibungsergebnis eine deutliche Kosteneinsparung von 150.000 Euro realisiert werden. Ab sofort sind Straße und Brücke an der Wiggersloher Straße wieder befahrbar.

Gemeinde trägt Gesamtkosten

Die neue Brücke wurde in einer Breite von sechs Meter hergestellt. Die Fahrbahnbreite beträgt 4,50 Meter. Verbaut wurden zirka 24 Tonnen Baustahl und rund 70 Kubikmeter Beton. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen, inklusive der Kosten für den Abriss, zirka 380.000 Euro. Die Kosten werden von der Gemeinde Ganderkesee getragen.