Zurück auf die Hockey-Landkarte Die Hockey-Damen des Club zur Vahr gehen als Außenseiter in die Saison in der 2. Bundesliga. Foto: pv
Club zur Vahr

Club zur Vahr: Zurück auf die Hockey-Landkarte

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Es ist die Rückkehr auf die große Hockeybühne: Nach zwei Aufstiegen in Folge starten die Damen des Club zur Vahr (CzV) in die zweite Liga und werden damit auch wieder überregional wahrgenommen.

Nach einem Jahrzehnt in der Dritt- und Viertklassigkeit laufen die Damen des Club zur Vahr (CzV) endlich wieder in der Bundesliga auf.
„Wir sind wieder zurück auf der Landkarte von Hockey-Deutschland“, freut sich Trainer Nico Stankewitz vor dem Saisonauftakt am kommenden Sonntag (12 Uhr).

Mit dem Bonner THV gibt eine Mannschaft ihre Visitenkarte an der Bürgermeister-Spitta-Allee ab, die nicht zu den ganz großen und klangvollen Namen der Hockeybranche gehört, allerdings aufgrund ihrer kämpferischen Spielweise unangenehm zu spielen ist.

„Bonn spielt seit fünf Jahren ununterbrochen in der zweiten Liga. Alleine das ist schon ein Qualitätsmerkmal“, warnt Stankewitz, dessen Mannschaft vor 15 Monaten noch satte zwei Klassen niedriger gespielt hat.

Nach dem Titel in der Regionalliga gelang der Aufstieg

Erfolgsverwöhnt waren die Schwachhauserinnen in den vergangenen zwei Jahren, als sie sich erst die Meisterschaft in der Oberliga sicherten, anschließend die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga gewannen und in der folgenden Spielzeit eine Durchmarsch durch die dritthöchste deutsche Spielklasse hinlegten.

Sensationell gewann das Team als krasser Außenseiter auch in der Regionalliga den Titel und kehrte sportlich in die Bundesliga zurück.

Mit dem zweiten Aufstieg in Folge hat die junge Mannschaft die Erwartungen zuletzt übertroffen, doch nun erwartet sie Woche für Woche Gegner, die qualitativ noch einmal ein ganz anderes Level bedeuten. Dennoch verzichtete Stankewitz darauf, eine Handvoll hochkarätiger Spielerinnen von anderen Vereinen anzuwerben um den eigenen Kader mit einem Schlag aufzurüsten.

„Wir wollten die Mannschaft nicht sprengen, sondern versuchen unsere Mädels weiterzuentwickeln“, beschreibt Stankewitz den Weg, den er an der Bürgermeister-Spitta-Allee eingeschlagen hat.

Junge Talente sind Erfolgsrezept

Dass solch eine Entwicklung nicht über Nacht geht, dessen ist sich der erfahrene Coach bewusst, der von 1996 bis 2001 schon einmal sehr erfolgreich beim CzV gearbeitet hatte und seit seiner Rückkehr in der vorletzten Saison zum Architekten des erneuten Aufschwungs geworden ist.

Eines der Erfolgsrezepte ist der Einbau junger Talente in die Mannschaft. Junge Spielerinnen, die in den vergangene zwei Jahren bewiesen haben, dass sie überdurchschnittlich schnell lernen und immer wieder zu Entwicklungssprüngen in der Lage sind.

Mit blanken Ergebnissen und Tabellenplatzierungen wolle er sich in der kommenden Saison eigentlich überhaupt nicht befassen kündigt Stankewitz vor der Heimspiel-Premiere an, doch das ändert selbstverständlich nichts an seinem Ehrgeiz, das Optimum auf jedem Spiel herauszuholen, wenn das Abenteuer Bundesliga für das junge Team beginnt, bei dem mit Kapitän Maxine Tielitz ausgerechnet eine der ganz erfahrenen Spielerinnen aus privaten Gründen gegen Bonn verhindert ist.

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